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Schrittweiser Aufbau

Vorabdruck. Gedanken zur Politökonomie des sozialistischen Entwicklungslandes China (Teil II und Schluß)

Von Theodor Bergmann

Die Entwicklung der Volksrepublik China in ihrer Widersprüchlichkeit und Komplexität aus linker Perspektive einzuschätzen, ist alles andere als einfach. In der Anfang Dezember erscheinenden Ausgabe von Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung findet sich ein Beitrag des Agrarwissenschaftlers Theodor Bergmann, der maßgebliche Momente der ökonomischen Aufbauprozesse im Land der Mitte nachzeichnet und analysiert. jW veröffentlicht den Text in zwei Teilen vorab.

Im gestrigen ersten Teil erörterte der Autor, welche ökonomischen Begriffe denn überhaupt zur Beschreibung nichtkapitalistischer Gesellschaften taugen, und stellte die Ausgangslage in China nach der Revolution, die Rolle der Planung beim Aufbau der wirtschaftlichen Grundlagen sowie verschiedene Phasen der Entwicklung der Volksrepublik dar.


Muß auf dem Weg zur »harmonischen Gesellschaft« noch viele Hürden überwinden: Die KP Chinas, hier auf ihrem 17. Parteitag (21. Oktober 2010) Foto: AP
Teil I Volksrepublik im Wandel
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Volksrepublik im Wandel

Vorabdruck: Gedanken zur Politökonomie des sozialistischen Entwicklungslandes China (Teil I)

Von Theodor Bergmann

Die Entwicklung der Volksrepublik China in ihrer Widersprüchlichkeit und Komplexität aus linker Perspektive einzuschätzen, ist alles andere als einfach. In der Anfang Dezember erscheinenden Ausgabe von Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung findet sich ein Beitrag des Agrarwissenschaftlers Theodor Bergmann, der maßgebliche Momente der ökonomischen Aufbauprozesse im Land der Mitte nachzeichnet und analysiert. jW veröffentlicht den Text in zwei Teilen vorab.


Bauern in der Provinz Wuhan: Der rasante Aufstieg der VR China vollzieht sich im Spannungsfeld von Agrarpolitik und Industrialisierung Foto: AP

Das von Kommunisten regierte China wird Schritt für Schritt zu einem der wichtigen Faktoren in Weltpolitik und Weltwirtschaft. Mit seiner Entwicklung und seinem »friedlichen Aufstieg« stellt es der Welt und der sozialistischen Bewegung zahlreiche Fragen. Sozialisten sind vor allem gespalten über die Frage, ob die VR China ein sozialistisches Land auf dem Weg zum Kapitalismus oder bereits kapitalistisch sei. Diese Arbeit soll nicht dazu dienen, chinesische Fachleute, Ingenieure, Politiker oder Forscher zu belehren; vielmehr ist es der Versuch, die sozialökonomische Entwicklung und die dahinterstehende Rationalität zu verstehen und für europäische Sozialisten verständlich zu machen.


Teil II Schrittweiser Aufbau
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Formiertes Bewußtsein

Analyse. Medienwelt und Alltagserfahrung

Von Werner Seppmann

Kritische Untersuchungen zum Medienkomplex füllen ganze Bibliotheken. Jedoch auch in den produktivsten Beiträgen bleibt ein wichtiger Aspekt oft ausgeklammert – aus der Sicht einer radikalen gesellschaftlichen Veränderungsperspektive vielleicht der wichtigste: Zweifellos geht von den Medienapparaten eine nicht zu unterschätzende soziokulturelle Prägekraft aus, haben sie einen gewichtigen Anteil sowohl bei der Strukturierung alltäglicher Lebensverhältnisse als auch an der ideologischen Formierung. Es kann auch nicht in Abrede gestellt werden, daß die Angebote der Massenmedien für viele Menschen eine eigene »Realitätsebene« darstellen, die mit ihren Alltagswünschen und Weltfluchtbedürfnissen korrespondieren. Aber dennoch bleibt es fraglich, ob die Medien und die von ihnen verbreiteten inhaltlichen Orientierungen so flächendeckend wirken, wie häufig behauptet wird. Es stellt sich nämlich die Frage, ob die inszenierten Scheinwelten tatsächlich die alltäglichen Widerspruchswahrnehmungen, also sozusagen die im »richtigen Leben« gemachten Erfahrungen, wirkungsvoll verdrängen und überlagern können.


Grundtendenz der »neuen Medien«: Es duplizieren sich entfremdete Verhaltensweisen eines kapitalistischen Alltags Foto: AP
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Stützen und Reserven der Herrschaft des Kapitals II

Der Austausch der sozialen Hauptstütze

Die historische Verlaufsform des deutschen Faschismus 1933-45 war den Bedingungen geschuldet, unter denen das Kapital die Arbeiterbewegung niederringen musste, um den imperialistischen Verteilungskrieg organisieren zu können. Um nicht Form und Inhalt zu verwechseln, müssen wir von den historischen Erscheinungsformen abstrahieren und die objektiven, allgemeinen Bedingungen herausstellen, die das Kapital zu einem Wechsel der sozialen Hauptstütze verleiteten.


Stützen und Reserven der Herrschaft des Kapitals I
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Stützen und Reserven der Herrschaft des Kapitals I

Die soziale Hauptstütze der Bourgeoisie

Angesichts der Tatsache, dass der Kapitalismus, auch und gerade in seinem imperialistischen Stadium, die Herrschaft einer Minderheit über eine Mehrheit ist, stellt sich die Frage, wie es der Bourgeoisie gelingt, ihr Regiment aufrecht zu erhalten. Es ist klar, dass sie ohne Verbündete nicht in der Lage wäre, ihre politische Herrschaft abzusichern.


Stützen und Reserven der Herrschaft des Kapitals II
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Der lange Schatten des Objektivismus

Theorie: Über die Paradoxien der »Neuen Marx-Lektüre«

Von Werner Seppmann

Die Weltwirtschaftskrise hat bei nicht wenigen zu einer neuen Nachdenklichkeit geführt. Wer nach den Ursachen der ökonomischen und sozialen Verwerfungen fragt, bekommt auch schnell wieder die Marxsche Analyse des Kapitalismus in den Blick – obwohl der Marxismus angeblich doch schon dutzend-, wenn nicht gar hundertfach widerlegt worden ist. Verwunderlich ist das wiedererwachte Interesse nicht: Durch die verwertungszentrierte Entwicklungsdynamik des Kapitalismus treten die von Marx herausgearbeiteten ökonomischen Reproduktionsmuster und sozialen Widerspruchstendenzen immer klarer zutage. Nicht nur durch den periodischen Ausbruch von Krisen werden individuelle Zukunftsaussichten zerstört, sondern immer öfter werden durch den »ganz gewöhnlichen Gang der ökonomischen Entwicklung« (Marx) die Existenzbedingungen vieler Menschen in Frage gestellt und ihre Zukunftsaussichten bedroht. Gerade in Phasen der Prosperität des Kapitalismus hat sich die zunächst paradox klingende Aussage von Marx, daß mit der Entwicklung des bürgerlichen Reichtums für große Bevölkerungsteile Armut und Bedürftigkeit wachsen, auf dramatische Weise bestätigt.

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Lucas Zeise: Der Stamokap-Staat

Vorabdruck. Die Gewinne des Finanzsektors
»Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat einen Hebel gefunden, die Interessen seiner Branche beim Finanzminister Wolfgang Schäuble durchzusetzen (Berlin, 4.5.2010) Foto: AP
Im vorigen Kapitel wurde der Neoliberalismus abgehandelt und festgestellt, daß das, was wir in diesen Tagen und Jahren erleben, nicht nur eine Krise der Weltwirtschaft, sondern eine Krise dieser historisch spezifischen Ausformung des Kapitalismus ist, die wir uns – auch mangels eines besseren Ausdrucks – angewöhnt haben, Neoliberalismus zu nennen. (…) Was den Neoliberalismus (als spezifische Ausformung des Kapitalismus, nicht als Ideologie) kennzeichnet, wurde (…) im vorigen Kapitel abgehandelt: direkte Erhöhung der Mehrwert- oder Ausbeutungsrate, Deregulierung, intensive Globalisierung und schließlich ein überdimensionierter Finanzsektor. Die Frage nach der Entstehung dieses großen Finanzsektors, seiner Rolle und Funktion im Neoliberalismus soll in diesem Abschnitt behandelt werden. Es interessiert, ob und wie die Profitmacherei in dem als Finanzkapital auftretenden Kapital von derjenigen des gemeinen Industrie- und Handelskapitals sich unterscheidet. Ist es gerechtfertigt, mit Jörg Huffschmid (1940–2009) vom finanzmarktgetriebenen Kapitalismus zu sprechen (Politische Ökonomie der Finanzmärkte, Hamburg, 1999)? Oder, anders ausgedrückt, wie gelingt es dem Finanzsektor, den kapitalistischen Reproduktions- und Akkumulationsprozeß zu stabilisieren? Um die Antwort vorwegzunehmen: Der Finanzsektor erschließt Profitquellen, die zwar auf der Mehrwertproduktion aufbauen – besser, die deshalb sprudeln, weil es Mehrwertproduk­tion gibt –, selbst aber keinen Mehrwert enthalten.
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Robert Krotzer: Der diskrete Charme der petit-bourgeoisen Linken?

Eine Abrechnung mit Postmoderne, Poplinker und antideutscher Welle.
Mit dem Niedergang der realsozialistischen Projekte in Osteuropa [1] blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Die Imperialisten jubelten über das „Ende der Geschichte“ und verliehen damit ihrer Hoffnung Ausdruck, ihre Kriege und Raubzüge würden von nun an widerstandslos hingenommen. Ihre FreundInnen von der vermeintlich anderen Feldpostnummer riefen: „Marx ist tot. Es lebe Marx!“ und meinten damit einen „neuen“ Marx, von dem man sich Versatzstücke in die eigenen schmucken Federn stecken kann, den man aber der Konsequenz aus seinen Erkenntnissen – Klassenkampf, Revolution, Sozialismus – beraubte. Dass man mit „verstaubten“ Ideologien an der Schwelle zum Millenium nicht weit komme, hätten sie eh immer gewusst, meinten vielfach gerade jene, die in Wien und (West-)Berlin als Erste den Regenschirm aufgespannt hatten, wenn es in den Straßen Moskaus geregnet hat. Also Schluss mit dem ganzen Proletenkram, wer braucht sich schon für das Schicksal der alleinerziehenden Billa-Verkäuferin interessieren, wenn er sein Gewissen auch mit einer Spende für Greenpeace beruhigen kann? Wer braucht den 1. Mai, wenn bei der in jenen Jahren aufgekommenen Love-Parade die bessere Party steigt? Und warum überhaupt mit der bürgerlichen Gesellschaft brechen, wenn man doch bei der liberalen Bourgeoisie als „gereifter“ Linker den Hofnarren geben kann?
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KKE - Thesen über den Sozialismus VII

Die Notwendigkeit und Bedeutung des Sozialismus und die Bereicherung unserer programmatischen Sozialismuskonzeption

31. Im Programm der Partei heißt es: “Die konterrevolutionären Umstürze ändern nichts am Charakter der Epoche. Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert eines neuen Aufschwungs der revolutionären Bewegungen und einer neuen Serie von sozialen Revolutionen in der Welt sein”. Die Kämpfe, die sich auf die Verteidigung einiger Errungenschaften beschränken, führen trotz der Tatsache, dass sie notwendig sind, keine wirkliche Lösung herbei. Trotz der Niederlage am Ende des 20. Jahrhunderts bleibt der Sozialismus der einzige Weg und die unvermeidliche Perspektive. Die Notwendigkeit des Sozialismus erwächst aus der Verschärfung der Widersprüche der modernen kapitalistischen Welt, des imperialistischen Systems. Sie ergibt sich aus der Tatsache, dass im imperialistischen Entwicklungsstadium des Kapitalismus, das durch die Herrschaft der Monopole charakterisiert ist, die materiellen Bedingungen, die für einen Übergang zu einem höheren sozio-ökonomischen System erforderlich sind, in vollem Umfang erfüllt sind. Der Kapitalismus hat die vergesellschaftete Produktion zu einem bisher unerreichten Niveau getrieben.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)
KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus V
KKE - Thesen über den Sozialismus VI
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KKE - Thesen über den Sozialismus VI

Entwicklungen in der internationalen kommunistischen Bewegung

27. Im weltweiten Klassenkampf und in der Gestaltung des Gleichgewichts der Kräfte spielten die Entwicklungen in der internationalen kommunistischen Bewegung und Fragen der Strategie eine gravierende Rolle[1]. Die Kommunistische Internationale (KI) hatte während der gesamten Zeit ihres Bestehens mit Problemen der strategischen und ideologischen Einheit zu tun, die sich auf die Form der Revolution, den Charakter des kommenden Krieges[2] nach dem Aufstieg des Faschismus in Deutschland und die Haltung gegenüber der Sozialdemokratie bezogen. Die opportunistischen Gruppen in der bolschewistischen Partei (Trotzkisten, Bucharinisten) waren am Kampf, der innerhalb der KI über die Strategie der internationalen kommunistischen Bewegung entbrannte, beteiligt. Ende der 1920er Jahre unterstützte Bucharin als Vorsitzender der KI diejenigen Kräfte in den kommunistischen Parteien und der KI, die die “Stabilisierung des Kapitalismus” überbewerteten und die Unwahrscheinlichkeit eines neuen revolutionären Aufschwungs überbetonten, und verbreitete einen Geist des Kompromisses mit der Sozialdemokratie, vor allem der “linken”, usw. Die Schwächung der Funktion der KI als einigendes Zentrum trat schon viele Jahre vor ihrer Auflösung (Mai 1943)[3] auf.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)

KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus V
KKE - Thesen über den Sozialismus VII
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KKE - Thesen über den Sozialismus V

Die Rolle der Kommunistischen Partei im sozialistischen Aufbau

21. Die unverzichtbare Rolle der Partei im Prozess der sozialistischen Aufbaus drückt sich in ihrer Führung der Staatsmacht der Arbeiterklasse, in der Mobilisierung der Massen für die Teilnahme an diesem Prozess aus. Die Partei ist es, die in erster Linie die Arbeiterklasse zur führenden Kraft der neuen Staatsmacht formt. Der Kampf für die Entwicklung der neuen Gesellschaft wird durch die revolutionäre Arbeitermacht mit der kommunistischen Partei ausgetragen, die die Bewegungsgesetze der sozialistisch/kommunistischen Gesellschaft als Kern der Orientierung nutzt. Der Mensch wird Lenker der gesellschaftlichen Prozesse und geht nach und nach aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit über. Dies ergibt sich aus der höheren Rolle des subjektiven Faktors im Vergleich zu den vorangegangenen sozio-ökonomischen Formationen, in denen die menschliche Tätigkeit durch die spontane Durchsetzung der sozialen Gesetze auf der Grundlage der spontanen Entwicklung der Produktionsverhältnisse geprägt war. Daher ist die wissenschaftliche Natur der Klassenpolitik der KP eine entscheidende Voraussetzung für den sozialistischen Aufbau. In dem Maße, wie diese Funktionen verloren gehen, setzt der Opportunismus ein, der sich, wenn sich nicht mit ihm auseinander gesetzt wird, mit der Zeit zu einer konterrevolutionären Kraft entwickelt.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)

KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus VI
KKE - Thesen über den Sozialismus VII
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KKE - Thesen über den Sozialismus IV

Einschätzung der Ökonomie im sozialistischen Aufbau der UdSSR

12. Mit der Aufstellung des ersten Plans der zentralen Planung, standen die folgenden Fragen schon im Zentrum der theoretischen Auseinandersetzung und des politischen Kampfes bezüglich der Wirtschaft: Ist sozialistische Produktion eine Warenproduktion?Welche Rolle spielt das Wertgesetz, spielen die Ware-Geld-Beziehungen im Rahmen des sozialistischen Aufbaus? Die Diskussionen und Polemiken wurden durch den 2. Weltkrieg unterbrochen, wurden danach jedoch in verschärfter Weise weitergeführt. Wir sind der Auffassung, dass der theoretische Ansatz, wonach das Wertgesetz ein Bewegungsgesetz der kommunistischen Produktionsweise in seiner ersten Phase ist, falsch ist. Dieser Ansatz wurde jedoch seit den 1950er Jahren in der UdSSR und in der Mehrzahl der kommunistischen Parteien dominant. Diese Position wurde durch die Ausweitung der nicht-kapitalistischen Warenproduktion gestärkt, die objektiv durch den geplanten Übergang von vorkapitalistischen Beziehungen in der landwirtschaftlichen Produktion zu genossenschaftlichen Ware-Geld-Beziehungen entstanden. Diese materielle Basis verstärkte noch die theoretischen Mängel und Schwächen des subjektiven Faktors bei der Festlegung und Durchführung der zentralen Planung. Eine theoretische Basis für opportunistische Politik wurde geschaffen, die die zentrale Planung schwächte, das gesellschaftliche Eigentum untergrub und die konterrevolutionären Kräfte stärkte.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)

KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus V
KKE - Thesen über den Sozialismus VI
KKE - Thesen über den Sozialismus VII
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KKE - Thesen über den Sozialismus III

Ursachen für den Sieg der Konterrevolution

9. Wir haben die Erfahrungen der UdSSR studiert, weil sie die Vorhut des sozialistischen Aufbaus verkörperte.Weitere Untersuchungen über den Kurs des Sozialismus in den anderen europäischen Staaten als auch in den asiatischen Ländern (China, Vietnam, DVR Korea) und in Kuba sind notwendig. Der sozialistische Charakter der UdSSR beruht auf Folgendem: Abschaffung kapitalistischer Produktionsverhältnisse; die Existenz des sozialistischen Eigentums, dem (trotz verschiedener Widersprüche) genossenschaftliches Eigentum untergeordnet war; zentrale Planung, Arbeitermacht und beispiellose Errungenschaften, von der die Gesamtheit der arbeitenden Menschen profitierte. Diese können nicht durch die Tatsache negiert werden, dass nach einer gewissen Zeit die Partei ihre revolutionäre Eigenschaften verlor, was zur Folge hatte, dass konterrevolutionäre Kräfte in den 1980er Jahren Partei und Regierung dominieren konnten. Wir charakterisieren die Entwicklungen von 1989-1991 als einen Sieg der Konterrevolution, als Sturz des sozialistischen Aufbau, als gesellschaftlichen Rückschritt. Es ist kein Zufall, dass diese Entwicklungen von der internationalen Reaktion unterstützt wurden, dass der sozialistische Aufbau, vor allem in der Zeit von der Abschaffung der kapitalistischen Verhältnisse und des Aufbaus des Sozialismus bis zum Zweiten Weltkrieg, unter dem ideologischen und politischen Feuer des internationalen Imperialismus stand. Wir lehnen den Begriff “Zusammenbruch” ab, weil er das Ausmaß der konterrevolutionären Aktivität und mit ihr die soziale Basis, auf der sie sich wegen der Schwachstellen und Abweichungen des subjektiven Faktors während des sozialistischen Aufbaus entwickeln und schließlich vorherrschen konnten, unterschätzt.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)

KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus V
KKE - Thesen über den Sozialismus VI
KKE - Thesen über den Sozialismus VII
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KKE - Thesen über den Sozialismus II

Theoretische Positionen über den Sozialismus als die erste, untere Stufe des Kommunismus

2. Der Sozialismus ist die erste Phase der kommunistischen sozio-ökonomische Formation, er ist keine unabhängige sozio-ökonomische Formation. Es handelt sich um einen unreifen, nicht entwickelten Kommunismus. Die vollständige Errichtung kommunistischer Produktionsverhältnisse erfordert die Überwindung der Elemente der Unreife, die die untere Stufe, den Sozialismus, charakterisieren. Unreifer Kommunismus bedeutet, dass kommunistische Beziehungen in Produktion und Distribution noch nicht voll durchgesetzt sind. Das Grundgesetz der kommunistischen Produktionsweise heißt: “Produktion für die umfassende Befriedigung gesellschaftlicher Bedürfnisse.”


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)

KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus V
KKE - Thesen über den Sozialismus VI
KKE - Thesen über den Sozialismus VII

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KKE - Thesen über den Sozialismus I

Der Beitrag des sozialistischen Systems

1. Die Entwicklung des Kapitalismus und des Klassenkampfes brachten Mitte des 19. Jahrhunderts den Kommunismus unweigerlich auf die Tagesordnung. Das erste wissenschaftliche kommunistische Programm, das Kommunistische Manifest von Marx und Engels wurde vor 160 Jahren, 1848, geschrieben. Die erste proletarische Revolution war die Pariser Commune 1871. Mit dem 20. Jahrhundert kam der Sieg der sozialistischen Oktoberrevolution in Russland im Jahre 1917; das war ein Ausgangspunkt für eine der größten Errungenschaften der Zivilisation in der Geschichte der Menschheit, die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Im Anschluss daran, nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde in einer Reihe von Ländern in Europa, Asien, sowie auf dem amerikanischen Kontinent, in Kuba, die Staatsmacht erobert um den Sozialismus aufzubauen. Trotz der Probleme, die es in den sozialistischen Ländern gab, erwies das sozialistische System des 20. Jahrhunderts seine Überlegenheit gegenüber dem Kapitalismus und zeigte die großen Vorteile für die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen. Die Sowjetunion und das sozialistische Weltsystem bildeten das einzige wirkliche Gegengewicht zur imperialistischen Aggression.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus V
KKE - Thesen über den Sozialismus VI
KKE - Thesen über den Sozialismus VII
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Die unabgeschlossene Welt

Zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch (Teil II und Schluß): Möglichkeit als Seinsweise des Weltganzen und die darauf beruhende Freiheit des Menschen

Von Hans Heinz Holz

Die Philosophie Ernst Blochs (8.7.1885–4.8.1977) unterscheidet sich vom Marxismus-Leninismus nicht so eindeutig, daß man von ihr als nicht­marxistisch sprechen könnte. In ihr kommen bürgerliches und sozialistisches Denken zusammen. Insofern ist sie Ausdruck des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus und bildet einen mit vielen idealistischen Denkfiguren verquickten materialistischen Utopismus aus. Im Schon-da des Sozialismus bei gleichzeitigem Noch-da des Kapitalismus entwickelt der Leipziger und ab 1961 Tübinger Philosoph eine Theorie der Utopie, in der der ontologische Wirklichkeitsgehalt des Zukünftigen im Gegenwärtigen, das aus der Vergangenheit kommt, begriffen wird. Blochs Philosophie selbst macht dabei keine Ausnahme. Sie muß sich also auch ihrer eigenen Vergangenheit in früheren Philosophien bewußt sein.


Teil I: Auf der Epochenschwelle
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Aktuelle Fragen der Kommunistischen Bewegung I

Current Issues of the Communist Movement I

Mit dem Reader "Current Issues of the Communist Movement - Collection of Articles and Contributions" legt die Kommunistische Partei Griechenlands KKE ihre Analysen und Positionen zu aktuellen Fragen der internationalen kommunistischen Bewegung dar.


Aktuelle Fragen der Kommunistischen Bewegung I

Diese Sammlung von Artikeln und Beiträgen einer der wichtigsten und erfolgreichsten kommunistischen Parteien stellt einen bedeutenden Beitrag zur internationalen Diskussion und Konsolidierung der kommunistischen Bewegung dar und ist für alle fortschrittlichen Menschen unabhängig von (inner-marxistischer) ideologischer Ausrichtung überaus lesenswert.