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KKE - Thesen über den Sozialismus VI

Entwicklungen in der internationalen kommunistischen Bewegung

27. Im weltweiten Klassenkampf und in der Gestaltung des Gleichgewichts der Kräfte spielten die Entwicklungen in der internationalen kommunistischen Bewegung und Fragen der Strategie eine gravierende Rolle[1]. Die Kommunistische Internationale (KI) hatte während der gesamten Zeit ihres Bestehens mit Problemen der strategischen und ideologischen Einheit zu tun, die sich auf die Form der Revolution, den Charakter des kommenden Krieges[2] nach dem Aufstieg des Faschismus in Deutschland und die Haltung gegenüber der Sozialdemokratie bezogen. Die opportunistischen Gruppen in der bolschewistischen Partei (Trotzkisten, Bucharinisten) waren am Kampf, der innerhalb der KI über die Strategie der internationalen kommunistischen Bewegung entbrannte, beteiligt. Ende der 1920er Jahre unterstützte Bucharin als Vorsitzender der KI diejenigen Kräfte in den kommunistischen Parteien und der KI, die die “Stabilisierung des Kapitalismus” überbewerteten und die Unwahrscheinlichkeit eines neuen revolutionären Aufschwungs überbetonten, und verbreitete einen Geist des Kompromisses mit der Sozialdemokratie, vor allem der “linken”, usw. Die Schwächung der Funktion der KI als einigendes Zentrum trat schon viele Jahre vor ihrer Auflösung (Mai 1943)[3] auf.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)
KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
KKE - Thesen über den Sozialismus V
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Vortrag: Das Kosovo-Urteil und die Balkan-Strategie des US/EU-Imperialismus

Freitag, 6. August 2010, 19.00 Uhr
OABV-Lokal, 1160 Wien, Rankgasse 2/5 (Ecke Huttengasse, U3 Ottakring)

Der Internationale Gerichtshof erklärte am 22. Juli 2010, dass die einseitige Unabhängigkeitserklärung der serbischen Provinz Kosovo vom Februar 2008 nicht völkerrechtswidrig war. Dieses richtungsweisende Urteil ist damit die nachträgliche gerichtliche Absegnung der 1999 mit NATO-Flächenbombadements begonnenen Abspaltung des Kosovo - und die vorerst letzte einer langen Reihe von Entscheidungen des "Westens", der ab 1990 mit einer zunehmenden Eskalationsstrategie die Zerschlagung des sozialistischen Jugoslawiens vorangetrieben hat.

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KKE - Thesen über den Sozialismus V

Die Rolle der Kommunistischen Partei im sozialistischen Aufbau

21. Die unverzichtbare Rolle der Partei im Prozess der sozialistischen Aufbaus drückt sich in ihrer Führung der Staatsmacht der Arbeiterklasse, in der Mobilisierung der Massen für die Teilnahme an diesem Prozess aus. Die Partei ist es, die in erster Linie die Arbeiterklasse zur führenden Kraft der neuen Staatsmacht formt. Der Kampf für die Entwicklung der neuen Gesellschaft wird durch die revolutionäre Arbeitermacht mit der kommunistischen Partei ausgetragen, die die Bewegungsgesetze der sozialistisch/kommunistischen Gesellschaft als Kern der Orientierung nutzt. Der Mensch wird Lenker der gesellschaftlichen Prozesse und geht nach und nach aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit über. Dies ergibt sich aus der höheren Rolle des subjektiven Faktors im Vergleich zu den vorangegangenen sozio-ökonomischen Formationen, in denen die menschliche Tätigkeit durch die spontane Durchsetzung der sozialen Gesetze auf der Grundlage der spontanen Entwicklung der Produktionsverhältnisse geprägt war. Daher ist die wissenschaftliche Natur der Klassenpolitik der KP eine entscheidende Voraussetzung für den sozialistischen Aufbau. In dem Maße, wie diese Funktionen verloren gehen, setzt der Opportunismus ein, der sich, wenn sich nicht mit ihm auseinander gesetzt wird, mit der Zeit zu einer konterrevolutionären Kraft entwickelt.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)
KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
KKE - Thesen über den Sozialismus IV
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Mumia Abu-Jamal: Endstation Knast

Was das Wegsperren von Menschen betrifft, sind die USA weltweit führend. Die nackten Zahlen belegen das. Im internationalen Vergleich leben in den USA nur etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber von allen Gefängnisinsassen der Welt befinden sich 24 Prozent in den USA hinter Gittern. Nahezu einer von hundert US-Bürgern sitzt in der Zelle eines Untersuchungs- oder Strafgefängnisses oder im Todestrakt. Zu Beginn des Jahres 2008 waren 2,3 Millionen Männer und Frauen eingesperrt. Kein anderes Land hat so viele Gefangene.

Die Öffentlichkeit, ja selbst die meisten Betroffenen sind sich der Dramatik des Problems nicht bewußt. Die Medien behandeln das Thema kaum, und eine gesellschaftliche Debatte findet nicht statt. Eine junge afroamerikanische Wissenschaftlerin, die Jura­professorin Michelle Alexander, hat kürzlich ein Buch vorgelegt, das diesen Mangel beheben könnte. Ihr Werk »The New Jim Crow: Mass Incarceration in the Age of Colorblindness« ist in jeder Hinsicht bahnbrechend. Sie befaßt sich darin ausführlich mit der Geißel der massenhaften Inhaftierung, die insbesondere die nichtweiße Bevölkerung betrifft, und analysiert die sozialen und politischen Auswirkungen dieses gesellschaftlichen Phänomens. Alexander stellt die Orgie der Masseninhaftierung von US-Bürgern in ihren historischen Kontext und vergleicht die heutige Situation mit der finsteren Periode nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg ab etwa 1877, als rassistische und terroristische Akte gegen die schwarze Bevölkerung vor allem in den US-Südstaaten explosionsartig anstiegen.

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Fidel erinnert an Sturm auf Moncada

Fidel Castro mit Veteranen der moncadaDer frühere kubanische Präsident Fidel Castro hat am Sonnabend vormittag das Mausoleum von Artemisa in der Provinz Havanna besucht, das den beim Angriff auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 gewidmet ist. Fidel wurde dabei von den Revolutionsveteranen Ramiro Valdés Menéndez und Guillermo García Frías sowie den aus Artemisa stammenden Teilnehmern am Sturm auf die Moncada Ramón Pez Ferro und Gelasio Fernández begleitet. Im Gespräch mit seinen Kampfgefährten erinnerte Fidel an die Vorbereitungen auf den damaligen Angriff, die heute als Beginn des bewaffneten Kampfs gegen die Batista-Diktatur gelten. »Ich würde heute alles genauso wieder tun«, zeigte sich Fidel auch nach mehr als einem halben Jahrhundert überzeugt davon, dass der Angriff damals hätte erfolgreich sein können, wenn nicht ein zufälliges Ereignis den Überraschungsmoment zunichte gemacht hätte. Der Comandante legte ein Blumengebinde für die damals Getöteten an deren Grabstätte.
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"Wir trinken auf Luis Corvalán!"

Am 21. Juli 2010 verstarb Luis Corvalán, ehemaliger Generalsekretär der KP Chiles

"Haben Sie ein eigenes Haus?" - "Nein." - "Haben Sie ein Sommerhaus?" - "Nein." - "Haben Sie ein Auto?" - "Nein." - "Aber was haben Sie dann für einen Besitz?" - "Nun, ich habe einen Hund, eine Katze und drei Hühner." So antwortete Luis Corvalán 1969 in einer Umfrage des chilenischen Rundfunks unter den führenden Politikern des Landes. Im Gegensatz zur politischen "Elite", die sich damals wie heute schamlos bereichert, verzichtete Corvalán zur Gänze auf sein (ansehnliches) Abgeordnetengehalt. Stattdessen erhielt er als KP-Generalsekretär von der Partei eine monatliche Summe, die dem Durchschnittslohn eines Arbeiters entsprach. Vorgestern, am 21. Juli 2010, verstarb Corvalán in Santiago de Chile.

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KKE - Thesen über den Sozialismus IV

Einschätzung der Ökonomie im sozialistischen Aufbau der UdSSR

12. Mit der Aufstellung des ersten Plans der zentralen Planung, standen die folgenden Fragen schon im Zentrum der theoretischen Auseinandersetzung und des politischen Kampfes bezüglich der Wirtschaft: Ist sozialistische Produktion eine Warenproduktion?Welche Rolle spielt das Wertgesetz, spielen die Ware-Geld-Beziehungen im Rahmen des sozialistischen Aufbaus? Die Diskussionen und Polemiken wurden durch den 2. Weltkrieg unterbrochen, wurden danach jedoch in verschärfter Weise weitergeführt. Wir sind der Auffassung, dass der theoretische Ansatz, wonach das Wertgesetz ein Bewegungsgesetz der kommunistischen Produktionsweise in seiner ersten Phase ist, falsch ist. Dieser Ansatz wurde jedoch seit den 1950er Jahren in der UdSSR und in der Mehrzahl der kommunistischen Parteien dominant. Diese Position wurde durch die Ausweitung der nicht-kapitalistischen Warenproduktion gestärkt, die objektiv durch den geplanten Übergang von vorkapitalistischen Beziehungen in der landwirtschaftlichen Produktion zu genossenschaftlichen Ware-Geld-Beziehungen entstanden. Diese materielle Basis verstärkte noch die theoretischen Mängel und Schwächen des subjektiven Faktors bei der Festlegung und Durchführung der zentralen Planung. Eine theoretische Basis für opportunistische Politik wurde geschaffen, die die zentrale Planung schwächte, das gesellschaftliche Eigentum untergrub und die konterrevolutionären Kräfte stärkte.


Thesen über den Sozialismus, angenommen auf dem 18. Parteitag der KKE (Kommunistische Partei Griechenlands)
KKE - Thesen über den Sozialismus I
KKE - Thesen über den Sozialismus II
KKE - Thesen über den Sozialismus III
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UNO, USA und EU sollen nächste Gaza-Flotte stoppen

Israel hat seine Botschafter beauftragt, hohe Vertreter der USA, der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Ägyptens zu bitten, den Druck auf Syrien und Libanon zu erhöhen, um die nächste Flottille für Gaza aus dem Libanon zu stoppen. Israel nennt die Hilfsflotte eine »Provokation«, da es jüngst die Blockade gelockert habe, um lebensnotwendige Güter in den Gazastreifen zu lassen. Es wird angenommen, dass Syrien bei der Organisation hilft. Außerdem vermutet Israel, dass auch die Hisbollah in die Vorbereitung der Flottille verwickelt ist.
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Skandal in Den Haag

Von Raoul Wilsterer und Zoran Sergievski, Belgrad

Skandal in Den Haag: Der Internationale Gerichtshof (IGH) erklärte am Donnerstag, daß die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Februar 2008 nicht völkerrechtswidrig war. Er folgte damit der Position der USA und der Bundesrepublik Deutschland, die ab 1990 die Zerschlagung Jugoslawiens betrieben hatten – ab 1999 auch mit NATO-Angriffen auf serbisches Gebiet. Noch am Tag vor dem richtungsweisenden Haager Rechtsgutachten hatte die Obama-Administration der Regierung des Kosovo demonstrativ den Rücken gestärkt, als US-Vizepräsident Joseph Biden den Regierungschef der selbsternannten »Republik Kosovo«, Hashim Thaci, in Washington empfing.

Die gerichtliche Bestätigung eines mit kriegerischen Mitteln durchgesetzten Zustands durch das wichtigste Rechtsorgans der Vereinten Nationen dürfte nicht nur in den serbisch besiedelten Teilen des Kosovo und in Belgrad auf Widerstand stoßen, sondern auch international. Schließlich war vor knapp zwei Jahren eine Mehrheit in der UNO-Vollversammlung dem Antrag Serbiens gefolgt, ein Rechtsgutachten über die Abspaltung des Kosovo beim IGH in Auftrag zu geben. 77 Staaten stimmten bei 74 Enthaltungen zum Mißfallen Washingtons dafür, nur sechs dagegen, darunter die Vereinigten Staaten selbst und Kosovo.


Alltag im kosovarischen Gnjilane: Dank an die NATO-Staaten, die mit Krieg die Abspaltung von Serbien durchsetzten Foto: AP
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Helmuth Fellner: Grußbotschaft zum Hiroshima-Tag

Am Freitag, den 6. August 2010 findet wieder der Gedenktag an die Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki durch die US-amerikanische Luftwaffe statt. Wie auf der ganzen Welt wird es auch in Wien wieder Veranstaltungen geben:
Treffpunkt 17.00 Uhr auf dem Wiener Stephansplatz anschließend Laternenmarsch zum Teich vor der Karlskirche
Traditionell gibt es für dies Veranstaltung Grußbotschaften:

Die sich ständig zuspitzenden weltweiten Krisenerscheinungen zeigen einmal mehr, dass sich der real existierende Kapitalismus keinesfalls geändert hat. Und seine imperialistische Erscheinungsform ist keinesfalls weniger aggressiv geworden. Das zeigen zahlreiche Kriegsschauplätze in Afghanistan, im Irak und in Palästina genauso wie drohende An- und Eingriffe im Iran oder auf dem afrikanischen Kontinent.