Beeindruckende Konferenz zum 60. Jahrestag der Gründung der DDR
In Berlin fand am 10. und 11. Oktober eine wissenschaftliche Konferenz aus Anlaß des 60. Jahrestages der Gründung der DDR statt. Organisiert von „offen-siv“, unterstützt von der Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung (GRH e.V.), der Kommunistischen Initiative Deutschlands, der Kommunistischen Partei Deutschlands – Bolschewiki sowie von der Jugendbibliothek Gera.
Die zweitägige Konferenz war die bedeutendste und umfassendste Veranstaltung, die zum 60. Jahrestag der Gründung des ersten Arbeiter- und Bauernstaates in Deutschland stattfand. Die zur Verfügung stehenden Einladungen waren rasch vergeben, das Interesse groß und dank der inhaltsreichen Diskussion auf hohem Niveau, zu der eine große Zahl von Referenten aus dem In- und Ausland wertvolle Beiträge lieferten, wurde die Konferenz für alle Teilnehmer zu einem Erlebnis und außerordentlichen Erfolg. Redebeiträge zur Konferenz hielten Hans Bauer, Harpal Brar aus Großbritannien, Erich Buchholz, Hans-Werner Deim, Frank Flegel, Jens Focke, Radim Gonda aus der Tschechischen Republik, Kurt Gossweiler, Dieter Hillebrenner, Ingo Höhmann, Dieter Itzerott, Tamila Jabrowa aus der Ukraine, Heinz Keßler, Martin Kober, Michael Kubi, Heinz Langer, Hermann Leihkauf, Robert Medernach aus Luxemburg, Ley Ngardigal (genannt Jim) aus dem Tschad, Michael Opperskalski, Fanis Paris aus Griechenland, Achim Reichardt, Ali San aus der Türkei, Josef Skala aus der Tschechischen Republik, Monika van der Meer, Thomas Waldeck und Heiderose Weisheit.
Das Besondere an der Konferenz war, daß sie sich nicht nur dem Gedenken an die DDR widmete, sie leistete umfangreiche analytische Beiträge zum Aufbau und der Entwicklung der DDR, der nationalen und internationalen Bedeutung ihrer Existenz, sie befaßte sich sowohl mit den Erfolgen als auch mit den Ursachen für Zerstörung der DDR durch die Konterrevolution 1989/90. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – dies miteinander zu verbinden und die Fragen dazu auf wissenschaftliche Weise zu beantworten, das war das hohe Anliegen der Konferenz und das ist ihr wohl gelungen. An beiden Tagen folgten über viele Stunden die weit über 100 Teilnehmer der Konferenz den Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit und dank der nicht nur „trocken“ wissenschaftlichen, sondern auch lebendigen, menschlich anrührenden Beiträge mit großem Vergnügen und innerer Bewegung. Die Atmosphäre und das Gefühl der solidarischen Verbundenheit, die die Teilnehmer der Konferenz miteinander verband, das alles war bemerkenswert und konnte in den angeregten Pausen der Veranstaltung überall gehört werden. Unter den Teilnehmern waren alte Kämpfer wie Heinz Keßler, der sein Leben lang für die Ideale des Sozialismus gearbeitet hat und der Sache unerschütterlich treu geblieben und für uns alle ein Vorbild an Mut, Aufrichtigkeit und Standhaftigkeit ist, aber auch sehr junge Genossen und Freunde, die die DDR nur als Geschichte kennen. Daß hier eine junge Generation nachfolgt, die die DDR und jene, die für sie lebten und arbeiteten auch in der Zukunft verteidigen werden, auch das war ein guter, optimistischer Eindruck, den wir aus der Konferenz mitnehmen.
Auch die Genossen unserer Partei, der KPD(B), die die Konferenz nicht nur mit ihren Redebeiträgen, sondern auch technisch-materiell unterstützte, angereiste Gäste betreute und dolmetschten, kehrten mit großer Begeisterung und frischem Elan von der Konferenz zurück. Die KPD(B) war zudem mit Informationsmaterial und einem Stand vor Ort, der auf sehr großes Interesse stieß. Zahlreiche Exemplare unserer Druckerzeugnisse fanden ihre Abnehmer, viele Gespräche wurden am Infostand der KPD(B) geführt. Mit Freude können wir feststellen, daß die Konferenz auch zur Folge hatte, daß unsere Partei bekannter wurde, neue Abonnenten für unsere Zeitung wurden gewonnen, neue Anträge auf Mitgliedschaft in unserer Partei sind bei uns eingegangen. Zudem wurden neue Verbindungen zu ausländischen Organisationen und Genossen geknüpft, bestehende aufgefrischt. So wurden noch während der Konferenz konkrete Absprachen mit Genossen der französischen URCF getroffen, gegenseitige Treffen in Berlin und Paris sollen stattfinden.
Bei den abendlichen gemeinsamen Essen wurden nicht nur die Ereignisse des Tages und der Verlauf der Konferenz besprochen, es waren auch Treffen, die von großer Herzlichkeit, tiefer gemeinsamer Verbundenheit und Freude über eine gelungene Veranstaltung geprägt waren. Alle zusammen werden wir viel Schwung mitnehmen für unsere künftige Arbeit. Die Konferenz hat gezeigt, daß verschiedene kommunistische, antiimperialistische und progressive Organisationen zu den wichtigen Fragen unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ausgezeichnet und erfolgreich zusammenarbeiten können und daß sie sich dabei nicht von Störmanövern, gleich von welcher Seite, beeindrucken lassen. Auch das ist ein wichtiges Ergebnis der DDR-Konferenz.
Zu den Unterstützern der DDR-Konferenz gehörte auch die Kommunistische Initiative (KI). Im Laufe der Konferenz war in den Diskussionen auch gute Gelegenheit, die Ziele und Inhalte der KI den Teilnehmern zu erläutern. Die Perspektivkonferenz der KI, die am 5. Dezember in Berlin stattfindet und dort über die nächsten Schritte der KI berät, wird mit Sicherheit auch beflügelt werden vom so erfolgreichen Verlauf der Konferenz zum 60. Jahrestag der DDR.
Wir können hier die Fülle der Reden und Diskussionen, die Vielzahl der diskutierten Themen nicht annähernd wiedergeben, nicht alle Referate abdrucken, aber es wird sicher eine Dokumentation zur Konferenz geben, wo man das alles noch einmal nachlesen kann.
Ein großes Dankeschön gehört allen, die die Konferenz organisiert, durchgeführt und mit ihren Beiträgen, ob als Referent oder bei der technischen Unterstützung, zum Erfolg gemacht haben!
Die Redaktion der Trotz Alledem


