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Veranstaltung der KI: Der Putsch in Honduras


* die Geschehnisse am 28. Juni und danach
* die gegenwärtige Situation
* die Hintergründe
* die Rolle von USA und EU
* die Auswirkungen auf die Region

mit Federico Mahrer

Freitag 11.09.2009, 19 Uhr

KI-Lokal
Rankgasse 2/5 / Ecke Huttengasse(U3 Ottakring)
1160 Wien

Am 28. Juni 2009 umstellten rund 200 Soldaten den Präsidentenpalast in Tegucigalpa (Honduras) und entführten den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya nach Costa Rica, nachdem er begonnen hatte, Sozialreformen in Honduras durchzuführen, und das Volk befragen wollte, ob es eine Abstimmung zur Änderung der bestehenden, halbkolonialen Verfassung will. Seither wird ihm die Rückkehr in sein Land verweigert und sein Widersacher Roberto Micheletti wurde vom Militär als Präsident eingesetzt.

Nach anfänglichem Zögern setzten schließlich massive Proteste in Honduras ein, mit denen auch die Repression (Ausgangssperren, Ausnahmezustand, Folter, Verschwundene und Morde) zunahm.

Zunächst gab es verhältnismäßig scharfe internationale Verurteilungen, doch mit der Zeit ruderten die USA, die EU und andere westliche Staaten immer mehr zurück: So wollen sie die für November angesetzten Neuwahlen und damit die Absetzung des rechtmäßigen Präsidenten und das Putschistenregime anerkennen. Auch die geforderten Verhandlungen zwischen Zelaya und Micheletti kommen einer Legitimation des Putsches gleich.

Tatsache ist, dass die USA eine riesige Miltiärbasis in Honduras betreiben, die die gesamte Region kontrolliert und deren Vertrag Zelaya nicht mehr verlängern wollte. Den USA droht mit den immer zahlreicher werdenden lateinamerikanischen Staaten, die einen eigenständigen, unabhängigen Weg gehen wollen, der Hinterhof wegzubrechen. Der nächste Schritt dagegen ist die Installierung von US-Militärbasen in Kolumbien, die direkt Venezuela und die Regierung Chavez bedrohen. Der Putsch in Honduras, als schwächstes Glied in der Kette der ALBA-Staaten, ist dabei eine massive Warnung an diese und andere linke Regierungen.

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