LeiharbeiterInnen: 65% der Frauen und 40% der Männer an der Armutsgrenze
Werkstatt Frieden & Solidarität fordert zeitliche Beschränkung der Leiharbeit
Eine Studie über LeiharbeiterInnen, die angeblich vom Auftraggeber Wirtschaftsministerium unter Verschluss gehalten wurde, gibt Auskunft über die prekäre Lage dieser Gruppe von ArbeitnehmerInnen. Nach der Untersuchung leben 65 Prozent der zeitarbeitenden Frauen und 40 Prozent der Männer an der Armutsgrenze. Das Einkommen beträgt der Studie der L&R Sozialforschung zufolge oft weniger als 800 Euro, nur ein Drittel der Leiharbeitenden kann von der Arbeit gut leben. Leiharbeiter werden vor allem als Billigarbeiter gesehen, die in Krisenzeiten als erste „abgebaut“ werden.
In der Steiermark hat bereits die Hälfte der Leasingarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Für immer mehr Menschen bedeutet die Arbeitslosigkeit den sozialen Absturz. So berichtet die Obdachloseneinrichtung B 37 in Linz von immer mehr Leiharbeitern, die mit der Arbeit auch die Wohnung verlieren und nun buchstäblich auf der Straße stehen.
Boris Lechthaler, Vorsitzender der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Jetzt zeigt sich in voller Härte, welchen Zweck Arbeitskräfteüberlassung in diesem Ausmaß tatsächlich hat. Es geht nicht um den leichteren Einstieg zu einem sicheren Job. Es geht um die profitable Überwälzung des wirtschaftlichen Risikos auf die Schultern der Beschäftigten. Wir fordern deshalb die gesetzliche zeitliche Beschränkung der Leiharbeit auf einen Monat. Sozialminister Hundstorfer muss hier sofort aktiv werden."






