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Die Leiden der jungen SozialdemokratInnen

Wenn Neuwahlen vor der Tür stehen, schlagen die "Jusos" besondere Kapriolen:
Die Sozialistische Jugend hat ihre Lieblings-Fata-Morgana namens Minderheitsregierung wieder entdeckt, der VSSTÖ bzw. deren eben neu gewählte Vorsitzende will "weiterhin ein kritisches Auge auf die SPÖ werfen" und die GenossInnen des trotzkistischen Funke- Flügels in der SJ haben entdeckt, daß die SP-Spitze die Arbeiterinnenbewegung in eine "Sackgasse" geführt hat.


Gemeinsam werden sie aber wieder rennen, wenn Wahlkampf angesagt ist, und den jungen Leuten erzählen, sie mögen doch bitte den Herrn Faymann wählen, der - wie vor zwei Jahren Gusenbauer - sicher wieder einen ganzen Sack an Versprechen mitbringen wird.

Sollte es dann so kommen, daß die SPÖ wieder in der Regierung sitzt, was durchaus nicht auszuschließen ist, werden sie dann wieder eine Minderheitsregierung fordern.

Die einen oder anderen werden in die Jahre kommen und dann irgendwann selbst im Parlament sitzen. Und sie werden sich neue Junge heranziehen, die schauen, daß die jungen SozialdemokratInnen schön bei der Stange bleiben und - um mit dem VSSTÖ zu sprechen - "ein kritisches Auge auf die SPÖ werfen".

Dabei ist es doch klar: Einschneidende Veränderungen müssen mehr gegen diese SPÖ stattfinden, als mit ihr. Je mehr Leute ihr den Rücken kehren und am Aufbau einer kämpferischen Alternative mitarbeiten, desto besser...

-bela-

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