Arbeitszeitverkürzung ist eine notwendige Forderung, aber nicht die einzige
Die Arbeit ist einerseits Dreh- und Angelpunkt der Ausbeutung der Lohnabhängigen im kapitalistischen System, andererseits notwendig für die Reproduktion wie auch – bei aller Entfremdung - sinngebendes Element des menschlichen Lebens und Möglichkeit der Entwicklung und des Lernens – sie ist die "Vergegenständlichung des Subjekts", wie Marx es in den `Grundrissen´ formuliert.
Doch zum Charakter des Kapitalismus gehört auch, einen Teil der darauf angewiesenen Menschen von der Erwerbsarbeit auszuschließen und zugleich auf jene, die einen Arbeitsplatz haben, den Druck zu verschärfen. "Statt die beträchtlichen Spielräume zur Reduzierung der Arbeitszeit auszuschöpfen, wird ein riesiges Arbeitslosenheer in Kauf genommen (und werden somit die für die Mehrwertproduktion nicht mehr benötigten Menschen ins soziale Abseits gedrängt), aber gleichzeitig wird versucht, die Arbeitszeit der Beschäftigten auszudehnen und ihren Leistungsgrad zu vergrößern. Für die kapitalistische Entwicklungslogik ist das kein Widerspruch. Aus der Arbeitskraft des individuellen Arbeiters muss ein Maximum an Mehrwert herausgepresst werden."/1 Die Geschichte der Arbeiterbewegung, auch der revolutionären, ist untrennbar verknüpft mit Überlegungen, wie durch verschiedenste Maßnahmen Verbesserungen für die Lohnabhängigen in diesem Ausbeutungsverhältnis erreicht werden können. Die Frage der Zeit, die man in diesem verbringen muss, ist eine der wichtigsten – und die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung eine immer aktuelle. Doch auch sie muss durch die sich seit längerem verschlechternden Strukturen der Arbeit um neue bzw. wieder auftretende Aspekte erweitert werden.
Hingewiesen seit hier auf den Umstand, dass dieser Text sich auf die hoch entwickelten Industrieländer bezieht – wobei natürlich die hier geführten Auseinandersetzungen in den weltweiten Kampf gegen Ausbeutung eingebettet sein müssen.
Arbeitszeitverkürzung - natürlich, aber nicht nur
Neben der Grundforderung nach Arbeitszeitverkürzung sind durch die veränderten Arbeitsbedingungen – Stichwort Deregulierung – verstärkt auch andere Punkte getreten, die mit durchgesetzt werden müssen, um zu einer qualitativen Verbesserung der Bedingungen des individuellen wie auch gesellschaftlichen Verkaufs der Ware Arbeitskraft zu gelangen.
Lange Zeit hindurch wurde mit der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung die gesamte Arbeiterklasse vertreten, doch mit der massiven Deregulierung der bisherigen Arbeitsbeziehungen, die in Österreich Mitte der 80er Jahre begann, ist dies "nur" mehr – wenngleich weiterhin - für den überwiegenden Teil zutreffend.
Was ist mit dieser "Deregulierung" gemeint?
Unselbstständige Lohnarbeit war in Europa nach 1945 fast ausschließlich durch das "Normalarbeitsverhältnis" gekennzeichnet, welches folgendermaßen beschrieben werden kann: "Das kontinuierliche, auf unbestimmte Zeit abgeschlossene und auf einem Arbeitsvertrag beruhende Vollzeitarbeitsverhältnis, bei dem die Arbeitsleitungen in einem Betrieb gegenüber einem Arbeitgeber erbracht werden. Die wesentlichen Schutznormen und Ansprüche der Arbeitnehmer (Entgelt, Entgeltfortzahlung, Urlaub, Bestandsschutz, kollektiver Schutz, Aufstiegsmöglichkeiten) sind mit diesen Struktureigenschaften engstens verbunden."/2
Umgekehrt kann man also folgende Beschäftigungsverhältnisse als dereguliert (und vielfach auch prekär) bezeichnen:
- Teilzeitarbeit
- Befristete Arbeitsverhältnisse
- Geringfügige Beschäftigung
- Leiharbeit
- Scheinselbstständige Dienstverhältnisse
- Freie DienstnehmerInnen
- Saisonierarbeit
- u.a.
Dazu kommt die galoppierende Deregulierung des Normalarbeitsverhältnisses durch immer weitere Flexibilisierung, die mit Hilfe des ÖGB als "Sozialpartner" auf gesetzlicher und kollektivvertraglicher Ebene durchgeführt werden. Obwohl das Normalarbeitsverhältnis "ein sehr junges Phänomen ist (…) und obwohl speziell Frauen sich erst spät und nie vollständig solchen Beschäftigungsformen annäherten, markiert dieses Normalarbeitsverhältnis doch unzweifelhaft den Standard, von dem prekäre Arbeit abweicht. Konkret beinhaltet Prekarität die Unterschreitung materieller Standards, die Unterschreitung rechtlicher Standards und die Unterschreitung von Integrationsstandards, die zum Beispiel in einer reduzierten Einbindung in kollegiale Beziehungen und in mangelnder Vertretung durch Betriebsrat oder Gewerkschaft zum Ausdruck kommt."/3
So sind neben der Länge der Arbeitszeit als 1. Punkt weitere Felder der Arbeitsbeziehungen in einen Forderungskatalog mit einzubeziehen:
2. Der Inhalt der Arbeit
3. Die Lage der Arbeitszeit
4. Die Rahmenbedingungen der Arbeit
Arbeitszeitverkürzung findet schon derzeit statt: Schon jetzt wird die gesamtgesellschaftlich notwendige Arbeit zur Produktion der erforderlichen Güter wie der Leistung der notwendigen persönlichen Dienste durch den Anstieg der Produktivität und durch Effektivierung und Intensivierung der Arbeit selbst mit viel weniger Arbeitsstunden geleistet als früher. Doch wirkt sich dies ausschließlich auf Kosten der Sozialtöpfe – durch eine hohe Arbeitslosigkeit -, oder auf Kosten des individuellen Einkommens – durch Teilzeitarbeit – aus. Teilzeitarbeit, von der hauptsächlich Frauen betroffen sind, ist schließlich einfach nur Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. Die Frage ist nicht, ob Arbeitszeitverkürzung möglich ist. Im gesamtgesellschaftlichen Maßstab findet sie vielmehr real statt.
Es steht also nicht die Frage: Wie kommen wir mit Produktion und Dienstleistung aus, wenn das Normalarbeitsverhältnis (bei vollem Entgelt) weniger Stunden umfasst?, sondern: Wie kann die gesamtgesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ohne Lohneinbußen auf alle verteilt werden? Es gehört schließlich zur Emanzipation des Menschen und der Entwicklung der Menschheit, die (Erwerbs- und Reproduktions-)Arbeit zu reduzieren und somit die Frei-Zeit zu vermehren. "(Anfang September 1866) beschloss der »Internationale Arbeiterkongress« zu Genf auf Vorschlag des Londoner Generalrats: »Wir erklären die Beschränkung des Arbeitstags für eine vorläufige Bedingung, ohne welche alle andren Bestrebungen nach Emanzipation scheitern müssen ... Wir schlagen 8 Arbeitsstunden als legale Schranke des Arbeitstags vor.« An die Stelle des prunkvollen Katalogs der »unveräußerlichen Menschenrechte« tritt die bescheidne Magna Charta eines gesetzlich beschränkten Arbeitstags, die »endlich klarmacht, wann die Zeit, die der Arbeiter verkauft, endet und wann die ihm selbst gehörige Zeit beginnt«"/4
Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung erstreckt sich also auf drei Dimensionen:
1. als emanzipatorisches Element und das dahinter stehende marxistische Menschenbild: "Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; es liegt also der Natur der Sache nach jenseits der Sphäre der eigentlichen materiellen Produktion. Wie der Wilde mit der Natur ringen muss, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, um sein Leben zu erhalten und zu reproduzieren, so muss es der Zivilisierte, und er muss es in allen Gesellschaftsformen und unter allen möglichen Produktionsweisen. Mit seiner Entwicklung erweitert sich dies Reich der Naturnotwendigkeit, weil die Bedürfnisse; aber zugleich erweitern sich die Produktivkräfte, die diese befriedigen. Die Freiheit in diesem Gebiet kann nur darin bestehn, dass der vergesellschaftete Mensch, die assoziierten Produzenten, diesen ihren Stoffwechsel mit der Natur rationell regeln, unter ihre gemeinschaftliche Kontrolle bringen, statt von ihm als von einer blinden Macht beherrscht zu werden; ihn mit dem geringsten Kraftaufwand und unter den ihrer menschlichen Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen vollziehn. Aber es bleibt dies immer ein Reich der Notwendigkeit. Jenseits desselben beginnt die menschliche Kraftentwicklung, die sich als Selbstzweck gilt, das wahre Reich der Freiheit, das aber nur auf jenem Reich der Notwendigkeit als seiner Basis aufblühn kann. Die Verkürzung des Arbeitstags ist die Grundbedingung."/5
2. als beschäftigungspolitisches Instrument der Verteilung der Arbeit auf alle Menschen durch Verkürzung der jeweiligen individuellen Arbeitszeit und damit der Reduzierung der Arbeitslosigkeit
3. als strategisches Moment innerhalb des Klassenkampfes: Trotz alle Differenzierung der Arbeiterklasse und der je besonderen Interessenslagen ist sie eine Gemeinsamkeit konstituierende Forderung, die mehr Bedeutung hat als nur punktuelle Reformkämpfe und somit die Arbeiterklasse und ihre Interessen bündeln, verdichten und in Bewegung bringen kann.
Mit der Produktivitätssteigerung einher ging auch die Intensivierung der Arbeit an sich. Unter steigendem Arbeitsdruck müssen heute alle ArbeitnehmerInnen leiden, egal in welcher Branche beschäftigt. In der Arbeitszeit muss immer mehr komprimiert geleistet werden. Dies bedeutet natürlich auch, dass innerhalb einer Arbeitsstunde mehr geleistet wird und somit die Ausbeutung zunimmt. Im Dienstleistungsbereich heißt dies, mehr Personen in kürzerer Zeit bedienen bzw. betreuen zu müssen, was z. B. im Sozialbereich dazu führt, dass trotz erheblicher Lohneinbußen Teilzeitbeschäftigungen angenommen werden, da die Arbeit in Vollzeitausmaß nicht mehr ertragbar wäre. "Das wachsende Arbeitslosenheer und die steigenden Arbeits- und Leistungsanforderungen in der Berufswelt sind nur die beiden Seiten der gleichen Medaille. Psycho-soziale Not und persönlichkeitsgefährdende Verunsicherung bei den Krisenopfern stehen physische und psychische Überforderung bei vielen Beschäftigten gegenüber."/6
Immer mehr Menschen müssen zu "untypischen" Zeiten arbeiten: Mehr als ein Viertel der Beschäftigten arbeitet in Österreich an Samstagen (EU-Schnitt: 14,5 %), fast 18 % leisten Schichtdienste, 13,7 % müssen sonntags in die Arbeit und mehr als jede/r vierzehnte arbeitet in der Nacht. Fast ein Drittel der Arbeitenden in Österreich arbeitet nicht die gleiche Anzahl von Tagen jede Woche./7
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit drückt sich auch in der realen Wochenarbeitszeit aus, die in Österreich die höchste von allen 25 EU-Ländern ist: Nämlich 42,4 Stunden – durch Überstunden, Durchrechnungszeiträume, nicht bezahlte Vor- und Nacharbeiten etc. Der Kampf um Zeitsouveränität gegen die kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit (Kapovaz) ist von immenser Wichtigkeit, da auch die eigentliche Freizeit bei Flexibilisierung zu Fremdbestimmung führen kann – in vielen Fällen kann in solchen Fällen das soziale Leben nicht wie früher gestaltet werden, soziale Isolierung ist die Folge.
Soziale Absicherung durch Arbeit - also volle Versicherung und ausreichende Bezahlung, wie auch Arbeitsplatzsicherheit, kurzer Weg zur Arbeit, Möglichkeiten der Mitbestimmung, Schutz vor physischer wie psychischer Erkrankung, … all dies erodiert mehr und mehr. Der Kampf für Arbeitsverhältnisse die dem oben beschriebenen Normalarbeitsverhältnis entsprechen, muss also neben dem Erreichen einer Arbeitszeitverkürzung an oberster Stelle stehen. Dies bedeutet Eintreten für die Abschaffung "freier" Dienstverhältnisse und "neuer Selbstständiger" sowie für "Gute Arbeit", wie eine Kampagne der IG Metall genannt wurde: "Gute Arbeit? Das bedeutet, dass Arbeit die Gesundheit und Lebensqualität fördert, dass jeder seine Fähigkeiten einbringen und weiter entwickeln kann. Gute Arbeit heißt aber auch: Die Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet sein, dass Familie und Beruf vereinbar sind und die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten bis zum Rentenalter erhalten bleibt. Und schließlich erfordert gute Arbeit gutes Entgelt."/7
In einer groß angelegten Untersuchung wurden in Deutschland Beschäftigte aufgefordert, die Bedeutsamkeit von verschiedenen Arbeitsaspekten zu bewerten. Fast jede/r - nämlich 92 % - nannte als wichtigstes Kriterium ein `festes, verlässliches Einkommen´, gefolgt von `Sicherheit des Arbeitsplatzes´ mit 88 % Nennung. An dritter Stelle findet sich `Arbeit soll Spaß machen´ - wie auch andere sinnliche, kreative und soziale Aspekte der Arbeit einen sehr hohen Stellenwert innehaben. Auch Merkmale, die für einen hohen Einfluss- und Handlungsspielraum charakteristisch sind, werden als sehr wichtig erachtet. Die Rahmenbedingungen der Arbeit beeinflussen verstärkt das Leben der Beschäftigten - schließlich verbringen sie die größten zusammenhängenden Zeitblöcke mit berufsbestimmter Arbeitstätigkeit.
Machtfragen und Klasseninteressen
Die gegenwärtigen Flexibilisierungs- und Deregulierungskonzepte sind Instrumente verstärkter bürgerlicher Herrschaft, der sich der ÖGB unterordnet bzw. an der er sich aktiv beteiligt. "Flexible Arbeitsformen verändern aber vor allem die bisherigen Belegschaftszusammenhänge im Betrieb und schwächen damit Legitimität und faktische Durchsetzungskompetenz der kollektiven Interessensorganisation, der Gewerkschaft. Zunehmende Divergenz der Einzelinteressen, verstärkte Segmentierung der Belegschaft (...), unterschiedliche Arbeitszeiten und Entlohnungen und gleichzeitig der disziplinierende Druck der Arbeitslosigkeit erhöhen im gleichen Maß, wie die kollektive Interessenvertretung geschwächt wird, den Machtvorsprung des Kapitals auch insofern, als sie den Zwang für die Arbeitskräfte, auf atypische differenzierte Arbeitszeitangebote einzugehen, verstärken."/8 Die Verfügbarkeit über Arbeitszeit und Freizeit sind Machtfragen und hängen von den betrieblichen und gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen ab. Dass diese Kräfteverhältnisse derzeit zu Ungunsten der Arbeitenden stehen, ist offenkundig – dass eine Bewegung, die dieses umzudrehen vermag, umso notwendiger ist, wohl ebenso. Flexibilisierung und damit einhergehende Deregulierung machen jedoch die Formung einer solchen schwieriger; überdies stellte und stellt die herrschende Klasse im Kampf um die Köpfe eine breite Hegemonie her, die durch die anbiedernde Rolle der Gewerkschaften und die verschiedenen Formen der Scheinselbstständigkeit vertieft wird.
Die Strukturveränderungen in der Arbeiterklasse sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei allen dargestellten Problemfeldern um Klasseninteressen geht, und diese zwar durch die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung formuliert sind, aber noch viel weiter gehen. Interessant, dass M. Graber sich diesbezüglich vor rund 10 Jahren noch zu folgender (richtiger) Einschätzung durchrang (wovon heute wenig übergeblieben ist): "Ist heute eine gesellschaftliche Bewegung zur Aufhebung der Lohnarbeit möglich? Sicher nicht ohne Formulierung, Vertretung und Zuspitzung von Klasseninteressen. Nehmen wir die Reduzierung der Arbeitszeit als Grundbedingung für eine kommunistische Perspektive. Sie ist nur als kollektive Aktion der Lohnabhängigen möglich. Gesellschaftspolitisch gilt es dabei durchzusetzen, dass die Verringerung der Arbeitszeit für alle auch die Existenzsicherung für alle, also auch die Einbeziehung der jetzt Arbeitslosen in den gesellschaftlichen Arbeitsprozess zu zumutbaren Bedingungen bedeuten muss. (…) Es geht also um eine Gesellschaft, in der die Klasse der Arbeitenden, ausgehend von dem, mit Marx zugegeben noch dem bürgerlichen Rechtshorizont verhafteten Interesse, entsprechend ihren Fähigkeiten arbeiten und entsprechend ihrer Leistung bezahlt werden kann. Man versteht unter einer solchen Gesellschaft gemeinhin Sozialismus, die eine mehr oder weniger lange – nach allen Erfahrungen der letzten achtzig Jahre – eher lange historische Übergangsperiode zu einer weltwe"/9
Qualität statt Quantität – Kampf für weniger, dafür aber bessere Arbeit! Alle im Text genannten Punkte müssen ineinander verzahnt in einen Forderungskatalog einfließen, der eine positive Veränderung der Bedingungen der Erwerbsarbeit zum Ziel hat. "Im Kern geht es um die Entwicklung und Durchsetzung eines neuen Typs der Vollbeschäftigung, der sich nicht nur an der Verkürzung und Neuverteilung der Arbeitszeit orientiert, sondern auch die Mitbestimmungs- und Einflussrechte von Beschäftigten stärkt und der Qualität von Arbeit, Produktion und Dienstleistung eine Schlüsselrolle beimisst."/ 10 Keynesianistisch-sozialdemokratisches "Steineklopfen" wird dem Qualitätsanspruch an den Inhalt der Arbeit jedenfalls keinesfalls gerecht. Und ob die Durchsetzung von Vollbeschäftigung im kapitalistischen System, wie es sich heute entwickelt, überhaupt möglich ist kann getrost bezweifelt werden - dennoch muss es Ziel sein so nahe wie möglich an die gestellten Forderungen heranzukommen.
Eine für die Arbeitenden positive Veränderung bezüglich der Länge, dem Inhalt, der Lage und der Rahmenbedingungen der Arbeit muss in den Fokus gestellt werden – innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften./11
Werner Seppmann: „Alltagsbewusstsein und Utopie“, S. 57, in: Marxistische Blätter 6-94
Klaus Firlei: “Flucht aus dem Arbeitsrecht“, in: Das Recht der Arbeit, 37.Jahrgang, Heft 4/5 und 6, Wien 1987
Nicole Mayer-Ahuja: Prekäre Arbeit – und die Gewerkschaften? S. 132. In: Umbau der Klassengesellschaft. Neue Impulse Verlag, Essen 2006
Karl Marx: Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 319 -320
Karl Marx: Das Kapital, MEW Bd. 25, S. 828
Werner Seppmann: wie oben
Quelle: Eurostat Okt. 2006
Tom Schmid: Flexibilisierung der Arbeit: Kriterien für den Umgang mit ihr. S. 396. In: Weg und Ziel 10/1990.
Michael Graber: Existenzsichernde und sinnvolle Arbeit! Was sonst? S. 61. In: Weg und Ziel Nr.2/1999 (– das waren noch andere Zeiten …)
Tatjana Fuchs: wie oben, S. 46
Einen Anfang wird hier die „Initiative für einen demokratischen und kämpferischen ÖGB“ machen, welche im Herbst eine Kampagne dazu zu starten wird.
Zu bestellen bei: Verein für fortschrittliche Publizistik und Literatur, 1160 Wien, Rankgasse 2/5
nVs Juni 2007/ 16.Jg. No 2 (97)
KomInform
http://www.kominform.at/article.php/20070704131343154