"Sozialismus oder Tod"
Fulminanter Chavez-Auftritt bei kämpferischer Kundgebung in Wien. Welle der Solidarität für Venezuela und Kuba.
Tausende - vor allem junge - Menschen strömten Freitag abend in die Wiener Arena [Gastgeber waren die weltweite Solidaritätskampagne Hände weg von Venezuela (Hands off Venezuela), die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) und die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG)], um den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez zu sehen und zu hören. Und sie wurden nicht enttäuscht. Mit einem Meer von roten Fahnen und frenetischem Jubel wurde der Stargast der antiimperialistischen Manifestation begrüßt.
Obwohl es eine politische Kundgebung war, hielt Chavez nicht einfach nur eine Rede, er erzählte, und er erzählte ausführlich, wie man es von ihm gewohnt ist.
In Anwesenheit von Aleida Guevara - der Tochter Che`s - die bereits vor ihm gesprochen hatte, erzählte er von den Idolen seiner Jugend und der seiner Generation: von Che, Fidel, von Ho Chi Minh und vielen anderen. Er erzählte von der gestohlenen Jugend vieler Generationen, von Kolonialismus, Ausbeutung und Unterdrückung.
Immer und immer wieder stand im Mittelpunkt seiner Ausführungen die Hoffnung, daß die Jugend von heute die "Welt retten" eine "neue Welt" schaffen werde.
Der Bogen jener Revolutionäre, von denen man sich inspirieren lassen müsse, reichte - wie man es von ihm gewohnt ist - von Jesus Christus über Karl Marx bis zu Wladimir Iljitsch Lenin.
Unter großem Beifall bekräftigte er die Luxemburg'sche Losung "Sozialismus oder Barbarei."
Niemals wieder, bekräftigte er, werde das venezolanische Volk sich durch den nordamerikanischen Imperialismus unterwerfen lassen. Und er drückte seine Bewunderung für die Standhaftigkeit des kubanischen Volkes aus.
Seine stundenlange Rede - ein Feuerwerk an Kampfaufrufen, Parabeln und sogar Gesungenem - wurde immer wieder durch Sprechchöre unterbrochen. Die Kundgebung endete mit dem gemeinsamen Singen der "Internationale" aus tausenden Kehlen.
Eine größere antiimperialistische und revolutionäre Kundgebung hat Wien schon sehr lange nicht gesehen. Der revolutionäre Schwung Lateinamerikas sorgt auch hierzulande für ganz frischen politischen Schwung!


