Leben im Schatten der Mauer
Bericht einer internationalen Delegation die vom 14. bis 28. August 2005 die besetzten Gebiete Palästinas besuchte.
Freitag, 28. 10. 2005 in Innsbruck
Samstag, 29. 10. 2005 in Wörgl
Diavortrag von Doris Höflmayer & Mohamed Aburous
Freitag 28. Oktober 2005,
19.30 Uhr Cafe Sinne, Wilhelm Greil Straße 23, Innsbruck
Samstag 29. Oktober 2005,
15.00 Uhr ATIGF-Vereinslokal, 6300 Wörgl, Innsbruckerstraße
Eine internationale Solidaritätsdelegation, organisiert vom Österreich-isch-Arabischen Kulturzentrum, bereiste Palästina vom 14. bis 28.August. Der Hauptzweck dieser Reise unter dem Motto „Risse in der Mauer“ war es, dem palästinensischen Volk und seinem Widerstandskampf eine Botschaft der Solidarität zu überbringen und sich vehement gegen den Terrosimusvorwurf auszusprechen.
Die Delegation traf mit Vertretern aller maßgeblichen Organisationen des palästinensischen Widerstands zusammen. Unter diesen waren der Generalsekretär der PFLP, Ahmed Saadat im Gefängnis von Jericho, der Führer des politischen Flügels der Hamas im Westjordanland, Scheikh Hassan Abu Yussuf und der Führer der Al Aqsa-Brigaden, Zachariah Zbeidei, um nur einige zu nennen. Ebenso traf die Delegation mit Vertretern des politischen und sozialen öffentlichen Lebens zusammen, wie etwa mit dem Vizebürgermeister von Qalqilya (Hamas) oder dem Bürgermeister von Bethlehem (PFLP), und mit der antizionistischen Bewegung Israels. Die Delegation bereiste Jerusalem, Hebron, Bethlehem, Ramallah, Nablus, Jenin, Qalqiliya und Jericho und konnte sich ein Bild davon machen, was es heißt, unter militärischer Besatzung, ständiger Bedrohung durch militante Siedler und Militärs, Straßensperren, Checkpoints, Wassermangel und Landraub zu leben.
Darüber hinaus reiste die Delegation nach Nazaraeth, das in den von Israel 1948 besetzten Gebieten liegt. Der Besuch eines 1948 zerstörten Dorfes, aus dem die palästinensischen Bewohner vertrieben wurden, sowie Zusammentreffen mit Organisationen zur Verteidigung der Rechte der arabischen Bevölkerung, ermöglichte es der Delegatioin einen Eindruck von der systematischen Diskriminierung der Palästinenser durch den israelischen Staat zu gewinnen. Nach der Rundreise arbeiteten die TeilnehmerInnen der Delegation gemeinsam mit einer Bauernfamilie auf deren Feldern nahe Bethlehem. Die Familie, deren Land von israelischen Siedlungen eingeschlossen ist, wird von den israelischen Behörden ständig mit der Enteignung bedroht. Die Delegation wurde Zeuge der tagtäglichen Bedrohung der Bauernfamilie durch das israelische Militär und die umliegenden Siedler.
Die Reise fand während des israelischen Abzuges aus dem Gaza-Streifen statt. Vor diesem Hintergrund war es der Delegation möglich ein aufschlußreiches Bild des derzeit innerhalb der palästinensischen politischen Landschaft vor sich gehenden Transformationsprozesses zu gewinnen.
Veranstalter: Österreichisch-Kubanische Gesellschaft - Landesorganisation Tirol in Zusammenarbeit mit ATIGF, DIDF-Jugend, KI-Tirol






