KomInform Home / Kontakt 
Suchen   
Mitmachen  :  Erweiterte Suche  :  Statistik  :  Verzeichnis  :  Links  :  Umfragen  :  Kalender  
Willkommen bei KomInform30.07.2010, 19:15 
Kommunistische Gewerkschaftsinitiative



komintern.at
Solidarität mit dem Generalstreik in Griechenland


Der Antideutsche


Der Antideutsche


Unterschriftenaktionen

En defensa de Cuba
Freiheit für Mumia Abu-Jamal


KI-Sozialinformationen

Sozialinformation I
Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Unterstützungen, Beihilfen...

Sozialinformation II
Familie und Erziehung: Karenz, Familienbeihilfe, Unterhalt, Zuschüsse, Pflegefreistellung, Behinderung...

Sozialinformation III
Pensionen

Themen
Aktuell (1,539/0)
KPÖ (252/0)
Anti-EU (319/0)
Antifa (257/0)
Österreich (310/0)
Lektüre (76/0)
FrauInform (146/0)
Geschichte (399/0)
International (1,169/0)
LINKE (30/0)
ML - Theorie (192/0)
Satire (269/0)
Sport (72/0)
Wissenschaft (103/0)

Anmelden
:

:

Noch nicht registriert? Melde Dich jetzt als neuer User an
Passwort vergessen?

Sichern Sie Ihr Mietrecht ! ?
Mieterschutzverband Österreichs Adresse: 1070 Wien; Döblergasse 2 Telefon: 01/523 23 15 Fax: 01/523 04 139 Beratungstermine & Mietrecht hier.


   

Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich

Rechthaberei oder gar Häme ist kein angemessenes Verhalten von MarxistInnen, wenn eine linke Liste (welcher Art auch immer) denkbar schlecht abschneidet. Analyse tut allerdings not. Und es war ein Debakel, das die von Leo Gabriel angeführte Liste am Wahltag erlebte. An Stimmen - und eine kleine Liste ist immer daran zu messen - blieb sie sogar hinter dem auch nicht berauschenden Ergebnis, das die KPÖ 1999 einfuhr, zurück.

Berücksichtigt man einzelne Ergebnisse der KPÖ bei Landtagswahlen, die in den Jahren 2003 stattfanden, so wird die Niederlage offenkundig: Die LINKE erzielte jetzt bei den EU-Wahlen in Oberösterreich mit etwa 2.800 Stimmen das gleiche Ergebnis wie die KPÖ Oberösterreich bei den EU-Wahlen 2000, dazwischen erreichte die KPÖ aber bei den Landtagswahlen über 6.000 Stimmen (!). Die LINKE erreichte in Kärnten bei der EU-Wahl etwas über 800 Stimmen, die KPÖ Kärnten erreichte allein bei den heurigen (!) Landtagswahlen fast 2000 Stimmen.

Der Zweck eines Bündnisses kann ja wohl nicht die Verringerung des Zuspruchs, der Stimmen, des Einflusses sein. Damit wären wir aber bei einem Kernproblem: Die LINKE war ein Scheinbündnis, das sich 3 reifere, sich feministisch gebende Männer zwischen den 2 Sozialforen in Brasilien und Indien ausgedacht haben. Und Walter Baier hat diese Idee der KPÖ übergestülpt, so wie er der KPÖ das Konzept einer europäischen Linkspartei übergestülpt hat. Auf österreichischer wie europäischer Ebene führten und führen solche Kopfgeburten zur Befriedigung der eigenen Eitelkeit und zu Spaltungen der KommunistInnen, MarxistInnen, ja der Linken. Ein Bündnis muss eine reale gesellschaftliche Entsprechung haben: Dahinter müssen reale gesellschaftliche Kräfte, im Falle der Beteiligung von KommunistInnen Kräfte der ArbeiterInnenbewegung, der ArbeiterInnenklasse stehen. Denn deren gesellschaftlichen und sozialen Interessen gilt das Bemühen von kommunistischen Parteien, oder sie sind keine.

Dass sich viele ehrliche Menschen in den Dienst der Liste LINKE stellten, dass sie Unterschriften sammelten, Plakate klebten, mit Menschen richtige Inhalte diskutierten, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die LINKE einen weitgehend auf einen nicht sehr zugkräftigen Spitzenkandidaten mit sehr reduzierten Inhalten zugespitzten Wahlkampf führte. Mit einigen guten Ideen und großer Medienpräsenz, das soll nicht verhehlt werden. (Der Pressereferent Dabelstein hat sicher bessere Arbeit abgeliefert als sein KPÖ-Pendant.) Dass dies nicht zu Buche schlug, wird viele enttäuschen. (Gen. Höllisch hat 650 Unterstützungserklärungen gesammelt, in seinem Bezirk Donaustadt erzielte die LINKE allerdings nur knapp 400 Stimmen - und das lag sicher nicht an ihm, sondern an mangelnden sozialen Inhalten.) Die KPÖ-"Spitze" (man kann eigentlich schon eher von einem KPÖ-Stumpf sprechen) setzt allerdings schon wieder auf die "bewährte" Devise: Augen zu und durch ! Dies gilt insbesondere für die Wiener "Parteispitze", welche sich natürlich an schon viel schlechteren Ergebnissen, deren Ursachen (Scheinbündnis Rotes Wien, Parität mit der kleinen Linkspartei SLP etc.) nie analysiert wurden, misst. Tatsache ist, dass in traditionellen "Arbeiterbezirken" die schlechtesten Resultate erzielt wurden.

0,8 (genauer: 0,77) Prozent der Stimmen bei 40 Prozent Wahlbeteiligung wären bei nationalen Wahlen mit 80 Prozent Beteiligung 0,4 Prozent, und das ist im Bereich der schlechtesten KPÖ-Ergebnisse angesiedelt. Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage ist ein Waisenkind. Daher im Klartext: Es war eine klare Niederlage, was die LINKE produzierte. Wenn Baier nun dafür der KPÖ-Opposition die Schuld in die Schuhe schieben will, dann sei ihm gesagt, dass die KommunistInnen in der KPÖ vor solch einem Debakel gewarnt haben und weiter warnen: Mit einer klaren Positionierung gegen die EU mit der Austrittsforderung hätte die KPÖ punkten können, ob sie nun bei Wahlen antritt oder nicht, im Bündnis oder allein. Das zeigt eine Gesamtanalyse der EU-Wahlen, sowohl die geringe Wahlbeteiligung als auch die Wahl unterschiedlich zu bewertendender EU-kritischer oder Anti-EU-Listen. Aber ins Stammbuch geschrieben: Man kann politischen Menschen heute nicht mehr vorschreiben, sich für eine Sache, die nicht die ihre ist, zu engagieren. Diese Zeiten einer Kommandopolitik sind vorbei ! Es gilt für den Wahlkampf wie für das Wählen, innerhalb und außerhalb der KPÖ: Man muss die Menschen überzeugen, nicht überreden oder gar durch bürokratisch-administratives Vorgehen oder durch das Appellieren an eine Disziplin, die man selbst ständig bricht, zu etwas zwingen, von dem sie nicht überzeugt sind.

Zahlreiche Prominente (Peter Kreisky, Marlene Streeruwitz, Freda Meißner-Blau etc., deren Parteinahme links von der SPÖ und den Grünen sicherlich positiv hervorzuheben ist), die zur Wahl der LINKEN aufriefen, konnten den Mangel an Inhalten nicht wettmachen. Auch die größte, für eine linke Kandidatur erreichte Medienpräsenz, die natürlich vom Schwarzfunk ORF und bürgerlichen Zeitungen auch mit dem Hintergedanken, der SPÖ doch einige Prozente abzunehmen, getragen war, hat nichts geholfen. Man konnte sich zunächst nicht entscheiden: Ist man für oder gegen die EU ? Schließlich schlug man sich auf die EU-Seite, dort herrschte allerdings schon mit den zu Phrasen verkommenen Slogans vom "sozialen, friedlichen usw. Europa" großes Gedränge, so oder ähnlich formulierten auch die Grünen und die SPÖ.

Man kann getrost davon ausgehen, dass Walter Baier die Niederlage nicht zugeben wird, dass er verschärft gegen GenossInnen, die seine Meinung nicht teilen, administrativ vorgehen wird, dass er natürlich die Partei, die er von einer Katastrophe in die nächste führt, "nicht im Stich lassen wird." Er wird nicht zurücktreten. Er wird seinen Platz erst durch ein eindeutiges Misstrauens-Votum auf dem nächsten Parteitag räumen. Was hält ihn, für den Kommunismus doch nur mehr ein Distanzierungs-Popanz ist, in dieser KPÖ ? Vielleicht hat der gerade in diesem Wahlkampf verstärkt zum Ausdruck gekommene Realitätsverlust noch ganz andere, uns verborgene Wurzeln, für die er eigentlich zu bedauern ist.

Trackback

Trackback-URL für diesen Eintrag: http://www.kominform.at/trackback.php/20040614135220922

Keine Trackback-Kommentare für diesen Eintrag.
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich | 21 Kommentar(e) | Neuen Account anlegen
Die folgenden Kommentare geben Meinungen von Lesern wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Meinung der Betreiber dieser Site. Die Betreiber behalten sich die Löschung von Kommentaren vor.
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: Manfred am 15.06.2004, 01:56
In einer Presseerklärung von Walter Baier heißt es u. a.: \"Bei der Einschätzung der einzelnen Resultate seien die knappen finanziellen Ressourcen und die kurze Zeit für
die Organisierung zu berücksichtigen, weil sie einen
flächendeckenden Wahlkampf kaum ermöglichten.
Gleichzeitig sei aber auch der Boykott des
\"LINKE\"-Wahlkampfes durch einen Teil der KPÖ
maßgeblich für regional schlechte Ergebnisse, die das
Gesamtresultat verschlechtern.\"

Wenn das stimmt, dann können nur die Bundesländer Niederösterreich, Kärnten und Oberösterreich den Wahlkampf boykottiert haben, denn dort erzielte die \"Linke\" - abgesehen von Vorarlberg und dem Burgenland, wo es keine Strukturen gibt - die schlechtesten Ergebnisse. In NÖ war das prozentuelle Ergebnis sogar gleich gut oder schlecht wie in Vorarlberg (jeweils 0,50 %). Die Bundesländer Steiermark, Tirol und Salzburg liegen ziemlich gleichauf (St: 0,74 %, T, S je 0,71 %).
Es ist zu befürchten, dass die KPÖ-Organisationen in den boykottierenden Bundeländern \"bestraft\" werden sollen.
Oder es ist ganz anders und die \"Linke\" hat in jenen Bundesländern schlecht abgeschnitten, wo der meiste Wahlkampf geführt wurde. Dies trifft natürlich nicht auf Wien zu, aber dass Wien anders ist, ist auch nichts Neues.
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: Anonymous am 15.06.2004, 02:23
Baier meint auch, die LINKE wäre im urbanen Bereich so stark und der Furtl macht dazu eine Exegese. Fakt ist in Wien ist die LINKE in den kleinbürgelichen, grünen Hochburgen relativ stark, in den proletarischen Bezirken wie Favoriten, Simmering, Floridsdorf u.a, die auch die einwohnerreichsten sind, liegen sie weit hinter dem Ergebnis der KPÖ bei der letzten EU-Wahl.
Was lernen wir daraus? Nur die Wiener, die die Linken gewählt haben sind urban, alle anderen sind Gscherte.
Eine einfache Rechnung für Stiefsohn, Baier und alle anderen mathematischen Analphapheten
Autor: Otto am 15.06.2004, 03:29
KPÖ-Stimmen EU - Wahl 1999 in Wien: 6.847
Linke-Stimmen EU - Wahl 2004: 6.756
Ergibt -91

Mit den BriefwählerInnen geht sich vielleicht noch eine \"schwarze Null\" aus.
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: rudi g. am 15.06.2004, 13:40
Die realitätsferne von w. baier und seinen appolgeten zur EU - wahl, macht mich nicht betroffen, zumal wir KOMMUNISTEN u. KOMMUNISTINNEN, dieses vernichtende ergebnis ja erwarteten. Mit einem konsequent - gegen den moloch EU - geführten wahlkampf, in dem die KPÖ als wahlwerbende PARTEI auftreten hätte müssen, wäre das wahlergebnis sicher anders ausgefallen! mir fallen da die parallelen zum \"bündnis rotes wien\" ein, wo damals die wiener KPÖ mit dem spitzenkandidaten WEISSEL, ebnso gescheitert ist, wie jetzt am sonntag bei den EU -wahlen BAIER`S \"LINKE\"!!!
unsere forderung muß daher lauten: RÜCKTRITT des RUMPFBUNDESVORSTANDES, sofortig eizuberufender PARTEITAG der wie am letzten PT beschlossen als MITGLIEDERPARTEITAG abzuhalten ist.
Ein APPELL an die \"altfunktionäre\" des letzten ZK: nicht jene genossinnen u. genossen zerstören unsere PARTEI die der BAIER - POLITIK kritisch gegenüberstehen, seht ihr nicht den RASANTEN NIEDERGANG U N S E R E R (auch eurer) einst so stolzen, der ARBEITERSCHAFT VERPFLICHTENDEN KPÖ???
versucht doch objektiv w. baier`s kommentare zum wahlausgang zu analysieren. ich glaube es ist jetzt eine minute vor mitternacht!!!NUTZEN WIR DIESE KURZE ZEIT UM UNSERE PARTEI ZU RETTEN!!!
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: Willi Dickhut am 15.06.2004, 16:30
Wenn die KPÖ nur "Kaltenegger" (als "ehrlichen und nützlichen" Politiker) und die Losung "Austritt aus der EU!" plakatiert hätte und den Wahlkampf mehr in den Arbeiterzentren geführt hätte, hätte die KPÖ 3x so viele Stimmen gemacht!

Verjagt endlich Baier und Graber!
Dann wird die KPÖ für viele inszwischen Ausgetretenen, für wirkliche SP-Linke, für so manchen politisch interessierten Arbeiter wieder interessant!
Vielleicht auch für mich.
Aber hoffentlich wird dann nicht Gen. "Stari" zum neuen Ober-Graber!
Obergraber
Autor: Anonymous am 15.06.2004, 17:45
Keine Sorge Ober-Graber kann nur ein Oberösterreicher werden.
Obergraber
Autor: RedAktion am 15.06.2004, 18:28
Vielleicht der Obder-Enser ?
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: Orlando furioso am 15.06.2004, 18:51
Nach der Presseaussendung des Erzengels bin ich dafür, den guten Begriff LINKE für bessere Zwecke aufzubewahren. Wer die EU für ein wandelbares \"grandioses Friedensprojekt\" hält, wer eine \"Vision eines - in seiner Solidarität - mächtigen Europas\" heraufbeschwört, braucht möglicherweise einen Arzt, kann aber nicht mehr als LINKS eingestuft werden. Die Sancta Simplicitas feiert weiter fröhliche Urständ\' in der angelinkten urbanen Reise-Schickeria !
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: ANTIFA am 15.06.2004, 19:10
Vielleicht sollten wir vor dem Parteitag mal Brecht lesen:
\"beim Hungern und beim Essen, VORWÄRTS und NIE VERGESSEN, DIE SOLIDARITÄT!\"
Unsere \"hoch geschätzten\" GenossInnen von KomDESinform, von der Landesorganisation Steiermark und Tirol sowie der Großteil von der Bezirksorganisation Wien 16, haben diesen Grundsatz der sozialistischen ArbeiterInnenbewegung aufs schärfste verraten. Sie haben die durch einen Mehrheitsbeschluss in der KPÖ-Bundeskonferenz legitmierte Bündnisskandidatur boykotiert und zur Nichtwahl bzw. zur Wahl anderer Gruppierungen aufgerufen!

Spalter der ArbeiterInnen-Bewegung raus aus der KPÖ!
Keinen Platz für Anti-Solidarität!

In Wien, wo sich gewisse GenossInnen wirklich in jeder freien Minute für den Wahlkampf angairt haben, wurden in gewissen Gebieten die besten Ergebnisse seit langem erzielt. Hätte ein jeder und eine jede GenossIn in der KPÖ Solidarität bewiesen und sich endlich einmal gemeinsam mit allen in einen Wahlkampf begeben, dann wäre diesmal nicht nur das beste Bundesweite Ergebnis, seit dem die KPÖ aus dem Parlament geflogen ist, möglich gewesen, auch ein Einzug ins EU-Parlament wäre im Berreich des Möglichen gewesen.

Kritik wie sie aus SLP und AL kommt und konstruktiv ist, als auch aufruft die LINKE zu wählen, akzeptiere und begrüße ich. Die Diffamierungen, Schmutzkampagnen und Anti-LINKE-Kampagnen der GenossInnen aus der KPÖ, welche vorrangig die Spaltung der Partei vorrantreiben sollen, verurteile ich aufs schärfste.

Ich würde mir wünschen derartige Personen, welche hier gegen GenossInnen kämpfen, diese behindern und dann auch noch diffamieren, nicht mehr länger GenossInnen nennen zu müssen!

Ihre Anti-Solidarität in der Partei haben in diesem Wahlkampf viele bewiesen, wer jedoch mit dem Begriff Solidarität nichts anfangen kann, der hat meiner Meinung nach auch nichts in der KPÖ zum suchen.

Hoch die internationale Solidarität!
ProletarierInnen aller Länder vereinigt euch!

PS: Auch wenn dieser Beitrag wieder mal der Zensur unseres ach so fortschrittlichen und revolutionären Kommunistischen Spa... äh Informationsbüros fällt:
Ihr könnt mich hier knebeln, ihr könnt mich hier beschimpfen, ihr könnt mich löschen - doch meinen Kampfeswillen für eine solidarische internationalistische sozialistische revolutionäre Bewegung könnt IHR nie stoppen!
„Spaßfraktion“
Autor: Flose am 15.06.2004, 19:23
aus: profil 25/04

Wegen der Unterstützung der LinkenListe rebelliert die KPÖ-Basis. Parteichef Walter Baier (Foto) über kommunistische Linksabweichler und den Rechtsruck der Grünen.

profil: Die Unterstützung der LinkenListe bei der EU-Wahl hat für Grabenkämpfe in der kleinen KPÖ gesorgt. Aus Protest trat sogar die Tiroler Parteileitung zurück. Löst sich das letzte österreichische Widerstandsnest gegen den Kapitalismus auf?
Walter Baier: Nein, aber die Unterstützung der LinkenListe war eine Weichenstellung in Richtung einer pluralistischen Partei. Nun sind alle eingeladen, diesen Weg mitzugehen. Wer das nicht kann, muss die Konsequenzen ziehen.

profil: Wo verlaufen die ideologischen Gräben innerhalb der KPÖ?
Baier: Es gibt manche, die dem Stalinismus nachtrauern. Das ist völlig absurd! Aber die Mehrheit der KPÖ hat sich entschieden, die LinkeListe zu unterstützen. Nur die stalinistische Spaßfraktion innerhalb der Partei verschickt E-Mails, die das Gegenteil behaupten.

profil: Ist der Traum von der Weltrevolution ausgeträumt?
Baier: Es gibt einen Realismus, den ich mir nie aneignen will. Der Kapitalismus braucht auch in Zukunft eine Systemalternative, und die muss weltweit sein. Die etablierte Politik lässt ja jede Vision vermissen; auch die Grünen, die den Entwurf für die EU-Verfassung verteidigen.

profil: Also ein Rechtsruck der Grünen?
Baier: Vielleicht nicht ein Ruck, aber ein fortdauernder Wandel. Die Grünen haben in zehn Jahren jene Wendung vollzogen, für die die Sozialdemokratie 100 Jahre gebraucht hat.
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: Willi Dickhut am 15.06.2004, 19:27
Amen!
Gute Predigt, Pater Gabriel.
Obergraber?
Autor: Willi Dickhut am 15.06.2004, 19:36
Also ist der Enser also auch schon von der "Kommunistischen" Initiative zum Abschuß freigegeben?
Recht geschieht ihm, dem Revisionisten. Hat er doch jahrelang jede Wendung der "K"PÖ und der "kommunistischen" Opposition brav mitgemacht!
Dennoch hat uns der Enser bei der alljährlichen LLL-Demo-Fahrt nach Berlin stets mit einer vorzüglichen Speckjause bewirtet und uns mit originellen Stalin-Liedern unterhalten. Bei diesen Fahrten hat man die "großen Persönlichkeiten" der KP-Opposition nie gesichtet.
Jürgen, laß Dir das nicht mehr länger gefallen und komm endlich zu uns!
Obergraber?
Autor: Jürgen Enser am 15.06.2004, 19:52
Jetzt reichts mir aber.
Machts euch über wen anderen lustig.
Ich bin ein braves Parteimitglied und halte mich strikt an den Marxismus-Leninismus, den demokratischen Zentralismus und die Linie der Parteiführung.
Wenn euch das nicht paßt, so kann ich euch auch nicht helfen.
Ein großer oberösterreichischer Kommunist hat einmal geschrieben (oder so ähnlich): Ein Kommunist braucht verschiedene Identitäten!
Früher nannte man das vielleicht \"Schizophrenie\", heute jedenfalls \"Pluralismus\". In der Partei ist schließlich Platz für alles. Die KPÖ gehört doch allen \"Linken\", oder etwa nicht?
Und hörts jetzt endlich mit diesen \"Späßen\" auf, sonst wird das Ganze wieder einzeln ausgedruckt und dem Bundesvorstand zur \"ausführlichen Diskussion\" vorgelegt (Das hab ich alles im Bundesvorstand schon wiederholt erlebt).
Dann diskutieren 40 Personen stundenlang ein paar mails, geraten dabei mitunter sogar in Extase oder in Hysterie, flippen vollkommen aus, schneiden schlimme Grimassen und nennen sich gegenseitig \"Faschist\".
Soweit soll es doch nicht kommen.
Also seids wieder lieb.
je
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: Igel am 15.06.2004, 20:00
Der Austritt aus der KPÖ steht dir frei, wenn du KommunistInnen nicht als GenossInnen haben willst.

Wieso die Parteikonferenz nicht befugt war, über die Unterstützung der LINKE zu entscheiden und was sich Baier sonst noch so alles an Statutenverstößen zuschulden kommen lässt, kannst du hier nachlesen, bevor du von uns Solidarität mit den \"Totengräbern\" einforderst: http://kominform.at/article.php?story=20040615112528229
Obergraber?
Autor: rudi g. am 15.06.2004, 21:00
Ich kann dem gen. enser nur rechtgeben! ABER: bei der ehemaligen mag.abt.47 = friedhofsverwaltung,in wien, gabs einen amtstitel des OBERGRABERS. das rührt von der arbeit des grab graben her.der wiederum hatte seine gewöhnlichen GRÄBER die nur zu graben hatten. er, der OBERGRABER = BEAMTETER GÄBER, teilte die arbeitspartien in den verschiedenen friedhofsektionen ein, und musste auch die tiefe der gräber, die die GRABER gegraben haben ausmessen!(natürlich auch die breite - sonst wär ja der sarg nicht hineingegangen) ja, ja, so wars einmal - mit den OBERGRABERN!!!
UND WER GRÄBT der KPÖ DAS GRAB? auch ein OBERGRABER?
Zur Wahlniederlage der Liste LINKE in Österreich
Autor: hmikosch am 15.06.2004, 21:51
Was ist los, ANTIFA (!!?), haust Du immer so in die Tastatur? Keep cool, boy! (Zur Info: Westsidestory, Song der Puertoricaner; die sind aber vermutlich älter (im Musical als Du!) Bist etwas verklemmt, oder? Das zeigt doch schon Dein P.S., wie Du daneben liegst! Und Dein nick! Huch! Kompensierst Du? Was haben denn Deine Eltern in der Zeit von \'34 bis \'55 gemacht, oder Deine väterliche oder mütterliche Verwandschaft? Ich weiß es nicht! Ist nur so eine Frage!
Warum soll ich wegen Dir aus der Partei austreten? Du überschätzt Dich, und nicht nur ein bißerl!
Dich behindert, daß Genossen z.B. hier in kominform posten? Sag\', bist vielleicht Du behindert? Ist kein Makel! Reagan hat auch Alzheimer gehabt, und ist hoffentlich bei lebendigem Leib verfault!
Baier hat doch auch seine Meinung trotz Abstimmungsniederlage beibehalten! Warum verbietest Du mir, mich an den Vorschlag von Wolfgang Gombocz für Vorzugsstimmen für Kopürner zu halten? Kennst Du nicht? Gombocz war Briefbombenempfänger, und nebenbei ganz hell im Gespräch!
Zum Unterschied von Baier (und Graber) gibt\'s manche, die bei Wahlen Erfolge erzielen, nebenbei arbeiten, und dabei auch gefragt werden: \'Sag\', was ist denn die LINKE?\' Und solche \'phantastischen Wahlergebnisse\' wie vom Sonntag sind für echte Linke nicht förderlich, sicher!
Schau\' Dich doch um in der Welt, wo Kommunisten andere Parteien unterstützen oder in Bündnissen kandidieren: Südafrika: 90%, Indien: Mehrheit, Parlamentspräsident. Das ist der Maßstab für die Superglobalisten! Mandela hat ein Stalinbild zu Hause hängen. ganz gefährlich! Die KP Südafrika noch immer ein ZK, und \'Diktatur des Proletariats\' im Programm. Nach Deiner Meinung müßten die alle offenbar verlieren!
Siehst Du: Es ist umgekehrt! Die sind Beispiele dafür, was heute drinnen ist! Österreichische Beispiele zählen für Dich eh nicht! Aber Baier und Graber sind die Inbegriffe von politischen Niederlagen! Baier zusätzlich für den sicheren Griff zur falschen Personalentscheidung! Glaub\' mir! Ich kenn\' sie schon länger als Du alt bist! Oder kannst Du mir Gegenbeispiele bringen? Ich warte!
Aber eher mein\' ich: Das bringt nichts! Vermutlich ist es schade um jedes bit! Da aber in newsgroups auch andere das lesen können, wird\'s vielleicht noch interessant!
Also nochmals: Keep cool, boy! Es gibt auch andere Meinungen als Deine!
Und wie wär\'s: Poste im Klarnamen! Da weiß man besser, woran man ist!

Mit internationalistisch, solidarischen Grüßen! (Paßt das?)
Hans Mikosch

---
H. Mikosch
Huch der/die ANTIFA
Autor: Anonymous am 16.06.2004, 06:06
Da fürchte ich mich aber.

Erinnert mich an die spanische Inquisition von den Mounty Pythons.

Fakt ist 1.900 Stimmen weniger für die LINKE als für die KPÖ vor fünf Jahren.
Alle die auf eine Stimmabgabe für die LINKE verzichtet haben, taten recht daran, wenn man die letzte Presseaussendung von Herrn Gabriel liest (welche Funktion hat der eigentlich bei der Fokulare?)
Wenns dir mit Genossen wie mir in einer Organisation nicht gefällt, dann hau dich halt über die Häuser, die KP ist nichts für Müchaln.
Keine Prügel für den jungen, enttäuschten \"ANTIFA\"!
Autor: Willi Dickhut am 16.06.2004, 21:35
Der Obergraber von der MA 1917 und der Uni-Professor sollen nicht so fest hinhauen auf den jungen, enttäuschten Weichling!
Dieser soll einmal ein gutes Buch von Mao Tsetung lesen, dann werden ihm die Augen schon aufgehen!
Außerdem lernt er dann noch ein paar zusätzliche marxistische Weisheiten - zu den zwei, drei Phrasen die er bisher von sich gegeben hat.
Keine Prügel für den jungen, enttäuschten \"ANTIFA\"!
Autor: hmikosch am 16.06.2004, 22:19
Wer ist ein Uni-Professor? Und wer haut hin? Zurückreden wird doch noch gestattet sein, oder müssen Gegenreden bei der Dünnkappe eingereicht und (vielleicht) bewilligt werden? Und was soll Mao in diesem Zusammenhang? Eher doch Tschutsche - oder wie der koreanische Zauber heißt!

---
H. Mikosch
Mikosch wird gefaked!
Autor: Willi Dickhut am 17.06.2004, 15:14
Du bist ja gar nicht der richtige Hans Mikosch!
Du bist bestimmt ein Fake aus der Weyringergasse!
Mikosch wird gefaked!
Autor: deselby am 18.06.2004, 14:31
Möglicherweise Mikesch ?